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Trainer Terzic eröffnet die Mentalitäts-Debatte von selbst (BVB)

Gazelle, Dienstag, 04.10.2022, 11:12 (vor 1425 Tagen) @ Newsteam

Ich glaube, dass so eine Mentalitätsdebatte grundsätzlich am Thema vorbeigeht und das Problem in erster Linie nicht eines der Mentalität sondern der Qualität ist. Jeder Spieler und jede Mannschaft ist Schwankungen unterworfen. Innerhalb eines Spiels und auch über längere Zeiträume, da kein Spieler 50 mal im Jahr 90 Minuten lang körperlich und mental am oberen Limit agieren kann.
Abgesehen von der individuellen Qualität der Spieler geht es dabei mMn vor allem um die Qualität des Zusammenspiels: Bei den besten Mannschaften kommen daher diese Schwankungen kaum zum Tragen, weil sie sich auf Mechanismen und hundertfach eingeschliffene Abläufe berufen können. Mannschaften von Simeone, Klopp und Guardiola können quasi im Halbschlaf das eigene Tor verteidigen (Simeone), den Gegner permanent im Gegenpressing unter Druck setzen (Klopp) bzw die Kugel so zirkulieren lassen, dass die andere Mannschaft kaum an den Ball kommt (Guardiola), weil die Abläufe so eingeschliffen sind, dass sie kein hohes Mass an Konzentration mehr erfordern. Daher wird selbst eine körperlich und mental müde Mannschaft, die diese Qualität besitzt, sich immer auf diese basics berufen können, nie unter ein gewisses Nivea absinken und auch schwächere Phasen innerhalb eines Spiels und einer Saison besser überstehen.


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