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Die Gesellschaft ist inzwischen zutiefst gespalten - so auch hier (BVB)

guy_incognito, Rhein-Neckar, Mittwoch, 06.10.2021, 09:44 (vor 1854 Tagen) @ Floatdownstream

Es gibt Argumente für 2 G. Und es gibt Argumente für 3 G. Wofür es mehr oder die besseren gibt, will ich gar nicht bewerten, es ist auch gar nicht mehr relevant, da jede "Befürworter-Gruppe" ohnehin nur noch die eigene Meinung akzeptiert und die andere völlig ablehnt.
Ein Spiegelbild der BRD im Herbst 2021. Spaltung in Unversöhnlichkeit. Kein Austausch oder gar Kompromiss mehr möglich. Man ist entweder grau oder violet (schwarz oder weiß würde schon wieder fehlinterpretiert und man sucht dann inzwischen schon einen unverfänglichen Vergleich wegen der Sprachpolizei), dafür oder dagegen (was auch immer). Wobei es inzwischen gesellschaftlich akzeptiert zu sein scheint, die gesellschaftlichen Freiheiten andersdenkender einzuschränken, weil die halt das falsche denken.
Weitere Themen werden folgen bzw. sind zuhauf da. Da der Parlamentarismus gerade ebenfalls ein desolates Bild abgibt, sind das keine guten Aussichten für die Demokratie.

Also nun kommt mal runter.

Gesellschaften sind heterogene Zusammenschlüsse mit vielen unterschiedlichen Ansichten. Und bei polarisierenden Themen gibt es in der Öffentlichkeit nur Schwarz oder Weiß. Diejenigen, die differenzieren, sind in der Regel eher ruhiger und werden kaum gehört.

Das, was die Mehrheit befürwortet, setzt sich normalerweise durch. Und wenn ein Teil der Gegenseite die Demokratie dadurch gefährdet sieht und von Spaltung spricht, ist das schlichtweg eine Überreaktion. Demokratie heißt auch, die Entscheidungen von Mehrheiten zu akzeptieren (auch wenn man sie Scheiße findet). Es gibt in unserem politischen System zum Glück genügend Kontrollgremien.

Der exekutive Teil unseres Systems sind die Landes- und die Bundesregierung(en), die Verordnungen erlassen können. Mittel - bis längerfristig werden die Entscheidungen über die Parlamente bestätigt oder abgeändert, bzw. kurzfristig von Gerichten. Das war so und ist heute noch so, auch wenn es manchmal hakt. Die Demokratie ist dadurch nicht gefährdet.

Freiheit heißt übrigens nicht, dass ich alles tun und lassen darf und es den Staat überhaupt nichts angeht (auch wenn das der Narrativ der FDP ist).

Übrigens sieht man die suggerierte Spaltung eher in der digitalen als in der analogen Welt. Und nur weil jemand auf der Straße laut ist, bildet er nicht eine große Gruppe ab.

Und abschließend: ein privater Veranstalter wie der BVB darf selbstverständlich selbst entscheiden, unter welchen Konditionen er Besucher zulässt. Wie auch der Hotelier oder der Restaurantbetreiber.


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