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Ich kann ehrlich gesagt die Empörung nur bedingt nachvollziehen (BVB)

Goalgetter1990, Dienstag, 05.10.2021, 16:09 (vor 1855 Tagen) @ CHS

Zuerst einmal halte ich persönlich, insbesondere in Freiluftbereichen, 3G für ein geeignetes Mittel, insbesondere dann wenn man es gescheit kontrolliert. Wie lange dann ein Schnelltest gelten darf (bspw. 6h vs. 24 Stunden) kann man sicherlich diskutieren. Der Ansatz, im Freiluftbereich auf 3G zu setzen, und in Innenräumen auf 2G, halte ich für absolut nachvollziehbar und auch verhältnismäßig. Die 5-10%, die dann mit Tests (die ja dann kostenpflichtig sind) anstatt einer Impfung kommen, werden bei einem ansonsten durchgeimpften Stadion sicherheitstechnisch verkraftbar sein. Man sollte zudem nicht so tun, dass die - unter medizinischer Aufsicht durchgeführten Tests - keine Sicherheit bieten.

Wie ich die Empörung hier im Thread deute, geht es weniger um die Gesamtsicherheit der Veranstaltung an sich, sondern es wird sich eher darüber echauffiert, dass man "Menschen, welche sich nicht impfen lassen, nicht noch belohnen darf".

Auch wenn ich den Gedanken durchaus verstehe, kann es aber doch nicht die Aufgabe des BVB sein, Menschen für ihr unsolidarisches Handeln, sich nicht impfen zu lassen, zu "bestrafen", um die gesellschaftliche Gerechtigkeit wieder herzustellen und ein Exempel zu statuieren.

Wenn das Land (bspw. jetzt geschehen in Bayern: Vollauslastung bei 2G möglich) eine 2G Option hätte, mit gleichzeitigem Wegfall von Beschränkungen, dann würde ich auch sagen, ja, auch der BVB sollte aus Eigeninteresse bei 2G bleiben. Aber es ist doch quatsch, dass jetzt die Verantwortung für gesundheitspolitische Maßnahmen von Politik auf Unternehmen/Vereine abgewälzt wird. Wenn in der NRW Corona-Verordnung der Schluss gezogen wird, dass 3G aus Pandemiesicht akzeptabel ist, dann ist es nicht die Schuld des BVB, sich daran zu orientieren.


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