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Ablehnung (BVB)

Goalgetter1990, Mittwoch, 06.10.2021, 09:37 (vor 1855 Tagen) @ BukausmTal

> Für alle offensichtlich Nicht-Geimpften im Forum, die etwas von "es darf keine Bestrafung für Nicht-Geimpfte" erzählen:


Der primäre Grund für 2G sollte nicht Bestrafung sein, sondern die Verringerung des Risikos für alle Zuschauer. Ein kleines Restrisiko sich zu infizieren gibt es auch bei Geimpften, wenn auch sehr viel geringer. Bei Schwangeren und Kindern, die keine oder erst kurz Gelegenheit zum Impfen hatten, ist das Risiko natürlich noch viel höher. Im Stadion sind 67.000 Zuschauer für 2-3 Stunden auf engem Raum. Wenn ich die durchschnittliche Impfquote in Deutschland zu Grunde lege, sind davon ein Drittel nicht geimpft (35,3%).

Ich bin enttäuscht von der BVB-Führung. Letztendlich ist es deren Entscheidung auf 3G zu gehen. Auch wenn es rechtlich erlaubt ist, muss man es nicht tun. Der Verein schwafelt so oft von gesellschaftlicher Verantwortung. Das ist für mich ein Zeichen dagegen.

Da finde ich die Äußerungen von Kloppo hingegen super. Kann man leicht im Kicker finden oder ergooglen.


Zuerst einmal: Ich behaupte, wir haben im Forum eine weit überdurchschnittliche Impfquote unter den regelmäßigen Diskutanten. "Offensichtlich nicht-Geimpfte" habe ich in den letzten 6 Monaten vielleicht - wenn überhaupt - eine Hand voll gelesen, auch bei denen, die 3G als geeignetes Konzept sehen.

Das mag wirklich so sein. Die Diskussionen hier repräsentieren aber keinesfalls die Fans im Stadion, zumal der studentische und akademische Anteil im Forum überrepräsentiert sein dürfte.

Ich gehe schwer davon aus, dass es im Stadion eine deutlich höhere Impfquote als die 65% geben wird.>

> Aha, woher rührt deine Einschätzung? Ich tippe eher, dass im Stadion ein eher repräsentativer Querschnitt der Gesellschaft anzutreffen ist, was politische Bildung, Wissen und kognitive Fähigkeiten angeht. Der Altersschnitt ist eher so, dass die Gruppe der Meistgeimpften (Ü60) gering vertreten ist, was die Impfquote statistisch eher verringert.

Ich verstehe - wie ich ja bereits ausgeführt habe - nur bedingt, warum so getan wird, dass ein Schnelltest überhaupt keine Sicherheit bietet. Klar, Schnelltests decken nicht alle Infektionen auf, aber wenn diese mit entsprechenden medizinischen Standards durchgeführt werden, können diese sehr gut insbesondere potenzielle Super-Spreader aufdecken. Dass man die Tests gründlich kontrollieren muss, versteht sich von selbst.

48 Stunden vorher den Test machen zu können, ist selbst bei PCR Tests gewagt, beim Schnelltest allerdings absolut unzureichend, Superspreader herauszufiltern.
Die Kontrollen finden ja wie schon gegen Augsburg am Eingang und nicht durch die mobilen Kontrollteams statt, die gegen Lissabon un Union sehr genau Appnachweis und Ausweis kontrollierten. Gegen Augsburg waren die Kontrollen dagegen schon viel nachlässiger und das wird gegen Mainz bei 67000 kaum besser werden.

Das Land NRW sagt klar, dass 3G in der Risikoabwägung - insbesondere unter freiem Himmel - bei den Sitzplätzen annehmbar ist.>

Das Team Laschet, Laumann und co. Namhafte Virologen sehen das anders.>

Dass der Verein hier nicht die regulatorische Instanz sein kann, die in der pandemischen Risikoabwägung dem widerspricht, ist doch nur logisch.>


Cer BVB war auch vorher nicht gezwungen, 2G einzuführen. Ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass man das auch aus gesellschaftlicher Verantwortung gemacht hat...

Bezüglich der Impfquote. a) liegt man in NRW über dem Bundesdurchschnitt (bei ca. 70% Durchimpfung und 76% geimpfter 18-60 jähriger), und b) werden die nötigen 20€ für den Schnelltest durchaus einige davon abhalten zu kommen. Dementsprechend halte ich es schon für realistisch, dass 80-90% geimpft sein werden.

Bei den 48-Stunden-alten Corona-Tests bin ich ganz bei dir, das ist eigentlich zu lang. Könnte man gerne auf 6-Stunden runterschrauben (außer bei Schülern, die ja potenziell Freitag getestet werden).

Aber klar sehen das manche "namhafte Virologen anders". Wir sind jetzt seit mittlerweile 1,5 Jahren in der Pandemie, es gibt für jede (!) politische Entscheidung, Maßnahme, Abwägung, etc. unter Virologen, Epidemieologen, Psychologen, Rechtswissenschaftlern, Ärzte- und Ärztevertretungen zig Einschätzungen und unterschiedliche Sichtweisen. Jede Seite kann sich da immer die Meinung raussuchen, die gerade passt. Viele Virologen hatten im April sehr intensiv vor den vorgenommenen Lockerungen gewarnt und einen starken Anstieg der Infektionen vorhergesagt, eingetreten ist das Gegenteil. Ich halte es für schwierig bis unmöglich, sich bei jeder Maßnahme ein "richtiges" Urteil zu bilden.


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