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Der FC Augsburg - BVB - Analysethread (BVB)

Alones, Samstag, 26.09.2020, 22:20 (vor 2208 Tagen) @ Blarry

Mit der realistischen Selbsteinschätzung hapert es bei Anhängern von Sportklubs aber chronisch und grundlegend. Wir sind nunmal nicht so gut, dass wir Truppen wie Gladbach - und Augsburg spielt in dieser Saison bislang absolut auf deren Level - in neun von zehn Spielen wegputzen. Für sich selbst kleine Brötchen zu backen hilft einem nicht nur dabei, sich nach Niederlagen die eigene Menschenwürde zu bewahren, sondern auch die vielen Siege dazwischen mehr wertzuschätzen. Weil sie eben nicht selbstverständlich sind.

Ich bin ja grundsätzlich dafür, dass man sich ambitionierte Ziele setzt. Nur brauchen wir uns nichts vorzumachen: in der aktuellen Konstellation ist nicht mehr als die Vizemeisterschaft drin. Und für die CL-Qualifikation dürfte es wohl ohnehin wieder reichen am Ende. Wir befinden uns einfach in einer sportlichen Zwischenwelt. Zu schlecht für Titel, aber auch zu gut, um wirklich abzukacken. So dürfte auch diese Saison wieder relativ trostlos werden. Man wird sich an einigen Highlights erfreuen können, aber auch solche Spiele wie heute gegen Augsburg werden immer mal wieder vorkommen. Business as usual also. Dass nun direkt wieder einige den Kopf von Favre fordern, war zwar erwartbar, ist aber leider auch genauso lächerlich. Als ob ein Trainerwechsel auch nur im Geringsten etwas an dem grundlegenden, strukturellen Problem der Bundesliga ändern würde. Man hätte bei einem Trainerwechsel nur wieder die nächste Sau gefunden, die man durchs Dorf treiben könnte.


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