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Hakimi stellvertretend für unser Defensivverhalten (BVB)

BukausmTal, Wuppertal, Mittwoch, 05.02.2020, 11:39 (vor 2409 Tagen) @ CHS

Vorab, das ist kein Spielerbashing. Ich schätze Hakimi sehr.
Mir ist nur völlig schleierhaft, warum er teilweise so eine schludrige Einstellung zu seiner defensiven Rolle hat.

Er hat ein großartiges Potential nach vorne und uns in dieser Saison schon manches Mal die Punkte gerettet.
Ohne ihn würden wir in der EL auflaufen.

Aber nach hinten ist er oft inkonsequent. Wenn er nach verlorenen Zweikämpfen am Boden liegt, die Arme zum Himmel streckt und mit traurigem Blick zum Schiri guckt, hat er wieder die falsche Entscheidung getroffen.
Sein Defensivverhalten vor dem 1:0 war eine einzige Katastrophe.
Ich habe mir die Szene mehrfach aus der Kameraperpektive von oben angeguckt (ARD 3,03 Min.Zusammenfassung).
Sein erster Pass war viel zu riskant, landete beim Gegner und leitete das Tor ein, was bei einem besseren Zweikampfverhalten von Brandt oder einer angemessenen Abwehr von Hitz sicherlich nicht nötig gewesen wäre.
Was mich in Unverständnis zurück lässt, dass Hakimi trotz seines haarsträubenden Fehlers danach nicht nach hinten sprintet, um wieder Teil der Abwehr zu werden. Vermutlich hätte er noch entscheidend eingreifen können.
Jeder Spieler darf Fehler machen. Aber danach sollte er alles unternehmen, um die Situation zu retten.
Hakimi hat nach seinem Fehler eher mit der Situation abgeschlossen.
Dabei ist er ja auch kein Einzelfall.

Dieser Wille zur kompromisslosen Defensivarbeit geht einigen Spielern ab. Dazu gehört auch, sich eine eigene Aufgabe in der Verteidigung
zu suchen. Dass bei einer Ecke wie vor dem 2:0 kein Spieler in der Nähe der Strafraumlinie bleibt und Bittencourt einen freien Radius von 12 Metern hat, ist mir unerklärlich. Die Zentrale ab dem Elfmeterpunt war komplett unbesetzt, nachdem Witsel seinen Gegenspielern gefolgt ist.
Hummels hat sich versucht noch entgegenzuwerfen, war natürlich positionsbedingt als IV viel zu weit entfernt. Sancho war außerhalb des Strafraums, doch so weit rechts unterwegs, dass er nicht eingreifen konnte. Die Verteidigung bei Standarts ist nachwievor eine große Baustelle. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass ein Trainerteam nicht darauf hinweist, den Rückraum zu verteidigen.
Das lernt man normalerweise in der D-Jugend.

Es fehlte bei unserern Spielern mal ein weitere Mal das Bewußtsein, kompromisslos verteidigen und dabei individuell selbst Verantwortung übernehmen zu wollen.
Das war der Unterschied zu elf Werderanern gestern.
Auch aufgrund dieses Unterschieds haben wir gestern nicht unverdient verloren.


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