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Modell Leihe mit Kaufverpflichtung (BVB)

Sascha, Dortmund, Donnerstag, 30.01.2020, 12:07 (vor 2413 Tagen) @ Chappi1991

Welchen Vorteil hat dieses leihen mit anschließender Kaufverpflichtung eigentlich für die Vereine? Letztendlich ist das vom Sinn her ja nichts anderes als eine Zahlungsmodalität und entspräche vom zeitlichen Geldfluss auch einer Regelung, nach der bei Abschluss des Vertrags z.B. 10 % der Summe fällig sind, die restlichen 90 % zahlbar in 180 Tagen.

Gibt es da bilanziell und/oder rechtlich größere Unterschiede, die es für beide Seiten attraktiv machen, dass die Transferrechte nicht sofort auch vollständig übertragen tragen?


Das ist für den genauen Fall unmöglich zu sagen, so lange wir nicht die genauen Konditionen kennen.

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder bietet das für Juventus einen Vorteil oder für den BVB (oder auch kombiniert).

Juve hat Can ablösefrei geholt. Daher ist die Ablöse voll gewinnrelevant. Juventus macht eventuell in diesem Jahr bereits genug Gewinn und will daher die Ablöse ins nächste GJ schieben. Dann macht es Sinn, eine niedrige Leihgebühr jetzt und eine Ablöse im neuen GJ zu kassieren.

Umgkehrt könnte es so sein, dass man eine hohe Leihgebühr und eine niedrige Ablöse vereinbart. Sagen wir, die Leihgebühr beträgt 15 Millionen und die Restablöse 10 Millionen. Dann würden im GJ 2019/20 15 Millionen gewinnrelevant und in den anderen vier GJ 2,5 Millionen. Das würde Sinn machen, wenn man (Sancho-Verkauf) einen großen Gewinn erwartet.

Es kann aber auch einfach so sein, dass der BVB seine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht weiter erhöhen will. Wie gesagt, da standen zum 30.9.2019 bei 128 Millionen (Forderungen dem gegenüber nur 70 Millionen). Das wäre dann aber eine eher bilanzkosmetische Frage.

Auf jeden Fall kann man davon ausgehen, das die Regelung, auf jeden Fall wegen bilanzieller Gründe so getroffen wurde. Mit der Liquidität hat das nichts zu tun, denn man könnte da ja mit Leichtigkeit später Zahlungsziele vereinbaren, die mit einem späteren Kauf im Cashflow identisch wären.

Danke! Genau letzteres war ja mein Ausgangspunkt der Frage.


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