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Der Fisch stinkt vom Kopf her (BVB)

jari123, Dortmund, Sonntag, 26.11.2017, 10:37 (vor 3114 Tagen) @ sfsenikl
bearbeitet von jari123, Sonntag, 26.11.2017, 10:40

Die Konsequenz daraus kann eigentlich nur eine Trainerentlassung sein. So leid es mir für Bosz tut. Ich glaube er ist ein überaus sympathischer Kerl. Aber es klappt einfach nicht. Wir brauchen einen Trainer mit internationalem Standing und Erfahrung. Oder einen Typen wie Jürgen Klopp. Einen Trainer, dem alle(!) bedingungslos vertrauen und seine Idee unbedingt umsetzen wollen. Wer das allerdings im Moment sein soll, kann ich euch auch nicht sagen. Das ist aber auch nicht meine Aufgabe. Da sind jetzt Zorc und Watzke am Zug.

Falls sich das in unserem Verein nicht ändert, wird sich wahrscheinlich meine zurzeit herrschende Gleichgültigkeit nicht so schnell ändern. Ich möchte jedoch wieder, so wie vor ein paar Jahren, schwitzend ein Spiel unserer Borussia sehen und mich über jedes Gegentor aufregen, auch wenn es noch so bedeutungslos ist...

Sehr guter post, mir ging es gestern genauso wie Dir und wenn man dem Glauben schenken darf, was ich von anderen Fans in den letzten Wochen und Monaten so gehört habe, sind wir da definitiv auch nicht allein. Der Verein hat sich seit dem Weggang von Klopp einfach zu stark von mir entfremdet. Da ist einfach zu viel vorgefallen. Unter anderem auch zu viele Entscheidungen, die ich als Fan einfach nicht nachvollziehen konnte. Sei es im Umgang mit dem Attentat, dem DFB mit seinen lächerlichen Sanktionen, dem Abgang von Leistungsträgern, dem Zwist zwischen Management, Trainer und einzelnen Spielern, oder der ganzen anderen medial ausgeschlachteten Eskapaden neben dem Platz (z.B. Auba)... vor 4-5 Jahren war ich noch nah am Allesfahrer. Ich habe mir zwei Jahre in Folge für viel Geld Dauerkarten über Internetportale gekauft, da ich über die DK-Warteliste (seit Dezember 2008) nie eine eigene bekam und ich habe wirklich jedes Spiel mitgenommen, was irgendwie möglich war. Bei Derbys konnte ich vorher eine Woche lang vor Aufregung nicht richtig gut schlafen und Spieltage waren wirklich "Feiertage". Mittlerweile sitze ich nur noch auf der Couch und gucke Sky - welches ich aber auch schon gekündigt habe, sodass ich zukünftig auf Streams umsteigen werde.

Und interessanterweise geht das in meinem Umfeld vielen, die damals im Stadion und bei den Auswärtsfahrten noch dabei waren, mittlerweile genauso. Man kann sich einfach mit diesem Verein und dem Personal nicht mehr so identifizieren wie in der Zeit unter Klopp.

Aber: Der Fisch stinkt vom Kopf her! Ein Trainerwechsel allein würde weder für mich persönlich, noch an unserer sportlichen Situation (und die ist das einzige, was auf Dauer wirklich zählt!) langfristig etwas ändern. Die Altlasten sind mittlerweile einfach viel zu groß. Da müssten ganz andere Zöpfe abgeschnitten werden. Für den Verein wäre wahrscheinlich ein Wechsel der Führungsetage das Beste. Aki dankt ab, Susi geht zu Arsenal, es kommt ein neuer Trainer und Spieler wie Schmelzer, Sahin, Weidenfeller sehen ein, dass ihre Zeit hier einfach vorbei ist. -> Dann wäre ein sauberer und erfolgreicher Neustart denkbar!

Da das aber nicht passieren wird, erwarte ich inzwischen auch gar nichts mehr und werde mich damit abfinden müssen, dass Fußball und Borussia für mich einfach nicht mehr das sind, was sie mal waren - und wahrscheinlich auch nicht mehr werden. Am Ende reicht dann auch die WDR2-Konferenz oder die Zusammenfassung in der Sportschau.


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