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Das Problem ist nur,... (BVB)

NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Dienstag, 03.06.2025, 10:04 (vor 252 Tagen) @ stfn84

Ich hatte gesagt, dass der Präsident des e.V. unmittelbare Kontrolle über sämtliche Entscheidungen der KGaA hat und die Performance daher maßgeblich und vollständig zu verantworten hat?

Nein, du hattest meine Aussage, man würde einen Präsidenten Dr. Lunow mittelbar am Erfolg von Borussia Dortmund messen müssen, falsch verstanden. Daher habe ich sie dir erklärt.

Und da wird man sich eben irgendwann entscheiden müssen wer denn nun für was verantwortlich ist.

Das ist Stand heute bereits im Gesellschaftsvertrag der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH geregelt und gibt der KGaA einen ziemlich großen Handlungsspielraum.

Denn im Gegensatz zu den taktischen und strategischen Entscheidungen bei denen der e.V. in Zukunft auch gerne deutlich mehr gestalten könnte als bisher, ist es in meinen Augen ziemlicher Unfug wenn man in Einzelentscheidungen interveniert. Das will ich von keinem Präsidenten.

Da sind wir uns grundsätzlich einig. Dass es zu so Situationen wie Rheinmetall nun kommt, sollte idealerweise nicht passieren – wenn es dann aber in Einzelfällen entsprechende Kritik aus der Mitgliedschaft gibt, sollte die m.M.n. immer mindestens gehört werden.

Falls Du es aber so sehen solltest, dass der Präsident maximal dafür verantwortlich wäre wenn wir zwei Jahre in Folge 10. werden oder sich unser Umsatz signifikant reduziert, dann wäre das Präsidentenamt und das Eigentum an der KGaA doch fast so geil wie Profi bei Borussia Dortmund zu sein da man im Grunde für Nichts verantwortlich wäre.

Hier beißt sich halt die Katze in den Schwanz. Wenn der Präsident in Einzelentscheidungen nicht intervenieren können soll, kann man ihm selbstverständlich nur zur Last legen, wenn eine langfristige und strategische Fehlentwicklung vorliegt. Das meinte ich mit mittelbar und das entspricht doch, wenn ich dich richtig verstanden habe, eigentlich auch deinem Ansinnen, dass die KGaA überwiegend freie Hand in der Ausübung ihrer Geschäfte haben soll?

Wenn dieser alles in letzter Instanz entscheidende und dementsprechend für alles Verantwortliche im Oktober am Horizont verschwindet hat das eben auch etwas disruptives und wenig hypothetisches.

Durchaus. Aber es ist eben auch ein Prozess, der nicht plötzlich in Q4 stattfindet, sondern bereits seit mehreren Jahren gemeinsam von Beirat, Geschäftsführung und Co. durchgeführt wird. Watzke hält sich eigenen Angaben zufolge bereits seit geraumer Zeit aus sportlichen Entscheidungen heraus, fährt seine Involvierung in das operative Geschäft schrittweise zurück, etc.. Ich sehe nicht, dass es da einen großen Knall geben wird, wenn Aki an einem Tag irgendwann nicht mehr ins Büro kommt. Das ist ein von langer Hand und allen Beteiligten gemeinsam geplanter Übergang. Alles Andere wäre auch, sowohl von Watzke als auch Lunow, grob fahrlässig.

Natürlich birgt dieser Übergang ein Risiko. Aber es gibt eben nicht diesen plötzlichen Knall, den du skizzierst.

Und mal ganz abstrakt gesprochen: Was würde Borussia Dortmund denn machen, wenn die Person Watzke, von der ja scheinbar das Wohl und Wehe des BVB abhängt, – Gott bewahre – aus gesundheitlichen Gründen plötzlich ausscheiden müsste? Würde der Verein dann auch untergehen? Müsste sich der BVB nicht grundsätzlich als Struktur so resilient aufstellen, dass man eben nicht davon abhängig ist, dass da genau eine Person irgendein wichtiges Amt inne hat?

Und Dein Urteil zur aktuellen Geschäftsführung amüsiert mich dann schon. CC wird für die erfolgreiche Arbeit gelobt, wenngleich man in Zukunft da eben auch nicht nur im Sponsoring anders agieren muss und die Flut an Sondertrikots, die Preisgestaltung im Grundsätzlichen etc. auch nicht unbedingt positiv aufgenommen wird?

Ja, natürlich kann eine Geschäftsführung grundsätzlich erfolgreich arbeiten, ohne dass man mit sämtlichen ihrer Entscheidungen einverstanden ist. Wieso sollte das denn auch nicht gehen? Was ist das denn für ein absolutistischer Unsinn?

Es ist für mich vollkommen ok, dass Du das nicht dem Präsidium des e.V. aufbürden willst. Besonders logisch ist es in meinen Augen aber nicht. Vor allem nicht, wenn Dir 50+1 so wichtig ist.

Den Teil verstehe ich ehrlich gesagt nicht.


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