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Wie gehts weiter... ein optimistischer (?) Ansatz. (Spieltage)

koom, Sonntag, 09.03.2025, 12:55 (vor 318 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Der Status Quo ist schlecht. Aber das geht auch schon weite Teile der Saison so, da war gestern im Grunde auch kein Tiefpunkt, sondern nur die Ent-Täuschung über eine gestiegene Erwartungshaltung, das "Dinge geklickt haben" usw.

Der Zustand des BVB ist im Grunde unverändert. Ein Patient in der Rekonvaleszenz, der zuvor durch diverse Dinge das Aufstehen, Gehen, Laufen, Essen verlernt hat. Aber ich will nicht zu viel in Analogien reden: Der BVB ist keine Mannschaft, weiss nicht, wie man zusammen spielt und kämpft. Man hat sich lange durchgewurschtelt, weil individuell die Spieler einfach den meisten Gegnern überlegen waren. Aber die Substanz davon ging verloren: Jahr für Jahr gingen starke Spieler weg, schwächere (aber immer noch gute) kamen. Und die mannschaftliche Basis des Zusammenspiels erodierte weiter. So sehr, dass die individuelle Klasse heute sehr oft von Teams neutralisiert werden kann, die als Mannschaft besser zusammenarbeiten. Und über all die Jahre schwand auch das Vertrauen. Einem glanzvollen 3:0 folgte oft ein unerklärliches 1:2, obwohl man eigentlich alles gleich machte in der Herangehensweise.

Und da steht man heute.

Das erste, was man sich klarwerden muss: Es gibt keine Wunderheilung.

1. Entweder bewirft man das Problem mit sehr viel Geld (Trainer und 3-4 Startspieler), der dann auf dieser Basis etwas aufbauen kann. Eine Garantie, dass das klappt, gibt es nicht. Diesen Trainer muss man finden und vertrauen und auch der muss dann auch "richtig" liegen.

2. Oder man arbeitet mit dem, was man hat und lernt wieder, zusammen zu spielen, sich gemeinsam zu verbessern.

Ich denke, an Letzterem arbeitet man. Ich halte Kovac für einen guten Trainer, wenn man genau das anvisiert. Er ist kein Husarenritt-12-Spiele-Vollgas-aufholen-dann-abkacken-Trainer, sondern er baut ein Fundament (Defensive), erarbeitet dadurch Sicherheit und Selbstvertrauen und ergänzt das dann durch eher einfache Defensivkonzepte. Das war auch schon sichtbar für alle vorhanden.

Warum schepperts gerade: Brandt und Gittens sind - auch wenns jetzt wieder keiner sehen und glauben will - gute bis sehr gute Spieler. Aber beide sind komplett verkorkst. Gittens macht nur noch alles allein. Brandt will 100 Dinge, macht davon aber keines richtig (genug). Kovac hat es sich zur Aufgabe momentan gesetzt, auf Basis der guten Defensive (und sorry: die ist mittlerweile ganz gut) diese beiden wieder hinzubekommen. Und es klappt (noch) nicht.

Persönlich hoffe ich, dass man Kovac weiter arbeiten lässt. Ob er Brandt und/oder Gittens aufgeben soll, kann ich nicht beurteilen. Ich verstehe seinen eventuellen Gedankengang. Ob der Klub ihn machen lässt, weiss man nicht. Aber aufgrund von Kovacs Arbeitsweise, die man über lange Zeit sehen konnte, ist bislang hier nichts ungewöhnlich.


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