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Der Zustand dieser Mannschaft ist aber nicht das was Edin hinterlassen hat, (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 09.03.2025, 11:48 (vor 319 Tagen) @ Thofrock

Die Trainer so einfach in einer Reihe stellen, wäre mir zu einfach. Sahin hat da wirklich einen Haufen Porzellan zerklopft. Und Kovac kann das natürlich jetzt nicht mal soeben reparieren.

Dass Kovač ein Team in einem desolaten Zustand übernommen hat und dies nicht von heute auf morgen zu ändern ist, dürfte wohl weitgehend Konsens sein, was immer man auch von Kovač halten mag und ob man ihn für den richtigen Trainer in dieser Situation hält oder nicht.

Ebenso dass Sahin seinen fußballerischen Ansatz auch nicht annähernd der Mannschaft hat nahebringen können und stattdessen das Team unter ihm immer stärker verunsicherte und verkrampfte, wird kaum jemand bestreiten können.

Die Entwicklung der Mannschaft in der aktuellen Saison losgelöst von den Spielzeiten davor zu sehen, halte ich persönlich allerdings für eine zu isolierte Betrachtungsweise. Auch unter Terzić und genau genommen bereits vorher schon zeigte das Team auch in teilweise anderer personeller Besetzung immer wieder bedenkliche Phasen, die zur Infragestellung des jeweiligen Trainers führten und zu Diskussionen über den Zustand des Kaders führten (z.B. ‚Mentalitätsdebatte‘). Die sich anschließenden erfolgreichen Phasen (Rückrunde zur Fast-Meisterschaft, Erreichen des CL-Finales) haben allerdings aus meiner Perspektive die Sicht auf eine schleichende Negativentwicklung getrübt.

Terzić hatte von Watzke öffentlich eine Art Beschäftigungszusage für „die nächsten Jahre“ erhalten. Eine Aussage, die Watzke nicht lange darauf nach dem Einsetzen einer Negativphase unter Terzić stark relativierte. Da war die Diskussion um einen Verbleib von Terzić als Chefcoach extern wie intern schon voll im Gange. Und vor der Winterpause 23/24 lautete die Frage eher nicht, ob Terzić als Chefcoach weitermachen dürfe, sondern wann seine Ablösung erfolgen werde. Watzke und seine Mitstreiter haben dann mit der Co-Trainer-Lösung Sahin/Bender so ziemlich alle überrascht und eine smarte Lösung gefunden, sich selbst und Terzić das Gesicht zu wahren und gleichzeitig eine Art fließenden Übergang in die neue Saison mit einem neuen Trainer zu gewährleisten.

Ob diese Lösung allerdings im Sinne einer tatsächlichen Trendumkehr in der Entwicklung der Mannschaft auch smart war, kann man nicht anders als verneinen. Man sollte sich da auch nicht von der erfolgreichen CL-K.O.-Runde täuschen lassen. Ob eine Fortsetzung mit Terzić als Cheftrainer sinnvoller gewesen wäre, bleibt spekulativ. Mit einem Fragezeichen zu versehen sind entsprechende Überlegungen mMn allemale, da Terzić nicht von ungefähr in die Kritik geraten war.


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