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Absage in Saarbrücken: Desaster mit Ansage (Fußball und Sport allgemein)

Cthulhu, Essen, Donnerstag, 08.02.2024, 08:30 (vor 723 Tagen) @ donotrobme

Wow, der Kicker macht aus allem ein Drama.

Was ist passiert:
Eine Freiluftsportart kann nicht wie geplant stattfinden, wegen Wetter.
Ein Fußballverein, der am Existenzminumum lebt, und eine Stadt, die hoch verschuldet ist, haben sich bisher dagegen entschieden 200.000 Euro zu investieren, um eine handvoll Unwetter-Spiele pro Jahr am geplanten Termin durchführen zu können.

Und 200.000 Euro pro Jahr ist für einen Verein und eine Stadt schon viel Geld. Zumal bei Drainagen, wie bei allen Bauwerken die Kosten davon abhängen, wie groß die Drainage sein soll.
Eine große Drainage, die viel Regenwasser aufnehmen kostet mehr als ein kleine. Welche Drainage 200.000 Euro kosten soll, verrät der Kicker aber nicht.

Das der Verein und die Schiedsrichter versuchen, das Spiel dennoch durchzuführen und zu schauen, was da noch geht, ist doch verständlich.
Sagen sie das Spiel vorzeitig ab, käme sicherlich ein Artikel wie "Der Verein hat es nicht mal versucht, den Rasen spielfähig zu bekommen."

Ich weiß nicht, ob die Kicker-Redakteure mal an die frische Luft gehen.
Aber in den letzten Wochen hat es rekordverdächtig viel geregnet.
Die Böden können kaum Wasser mehr aufnehmen. Man muss nur mal auf den Äckern dieser Republik schauen oder über seinen eigenen Rasen gehen, um zu sehen wie feucht es aktuell ist.

Ich könnte mich über solch einen Kommentar aufregen

Vielleicht unterschätzt man auch beim Kicker, wie knapp die Budgets von Drittligisten und wie die Eigentumsverhältnisse der Stadien aussehen. Rot-Weiss Essen spielt auf einem Kartoffelacker, das Stadion gehört der Stadt und die Stadt ist pleite.

Und während die lokalen Fußballclubs natürlich auch ein wichtiger Teil der Stadt sind, das gilt für Saarbrücken und Essen ja gleichermaßen und beim schnellen Überfliegen sieht es so aus, als wären nur sechs Stadien der dritten Liga im Eigentum des Vereins. An der Stelle ist dann natürlich die Frage, wie viel die chronisch klammen Kommunen dann tatsächlich für ein Fußballstadion im Drittligabetrieb ausgeben, grade da wetterbedingte Verschiebungen auf dem Level nicht ganz so dramatisch sind, da die Vereine im Februar üblicherweise nur noch im Ligabetrieb unterwegs sind.


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