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Bayern-Profi Mazraoui verbreitet Pro-Palästina-Beiträge. (Fußball und Sport allgemein)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 17.10.2023, 11:54 (vor 835 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Dienstag, 17.10.2023, 12:02

Mir geht es eigentlich darum, dass man derartige Dinge immer mit Vorsicht genießen sollte. Denn es kursieren derzeit sehr viele Falschmeldungen und Fakes im Netz, um Israel Kriegsverbrechen zu unterstellen. Und natürlich verbirgt sich dahinter die Absicht, dass dann Leute darauf anspringen und im Netz diese Infos weiterverbreiten und darüber diskutieren. Schließlich soll Israel mindestens genauso schlimm, wenn nicht gar schlimmer dargestellt werden.

Bevor es hierfür keine Beweise gibt, sollten wir solche schlimmen Unterstellungen nicht tätigen, da wir damit den Terroristen voll in die Karten spielen. Gibt es Beweise, ist es Sache von Gerichten, sich damit beschäftigen und sich geeignete Konsequenzen zu überlegen.


Das will ich alles nicht in Frage stellen. Meiner Meinung nach darf sowas aber gar nicht im Waffenarsenal einer zivilisierten Streitmacht vorhanden sein. Wenn wir, als westliche Staatengemeinschaft, unsere Werte, die wir ja ständig predigen, zumindest ernsthaft vorleben wollen.


Phosphor dürfte zum Standardrepertoire gehören, weil es im Regelfall dafür eingesetzt wird, bestimmte Stellen zu markieren. Das geht halt nicht mit einer Mr. Smoke Rauchbombe aus dem Ultrasshop.


Verfügt die Bundeswehr über weiße Phosphormunition?


Weiß ich nicht. Was ich weiß: Die Bundeswehr verfügt über viele Dinge nicht und wäre wohl nicht in der Lage, Berlin ausreichend zu schützen.


Also mein eingerostetes Militärwissen dazu ist, dass der überwältigende Teil der modernen Streitkräfte für die von dir genannten Zwecke roten Phosphor einsetzt, u.a. die BW, der aus vielerlei Hinsicht deutlich harmloser ist. Es gibt nur ein paar besonders erhabene Streitkräfte, wie die der USA, die meinen, weißen Phosphor immer noch im Reservoir haben zu müssen, wovor man aber alle Welt ständig warnt, diese zum Einsatz zu bringen. Und wenn man es selbst macht, dann natürlich aus gottgegebenen Gründen.

Ich will dich jetzt hier nicht weiter ärgern. Fakt ist, die Welt sieht das, wenn wir mal wieder als westliche Staatengemeinschaft Werte-Limbo spielen. Es gibt keinen guten Grund, weiße Phosphormunition im Bestand zu haben, außer man will sich die Möglichkeit offenhalten, dreckig zu "spielen".


Es dürfte vor allem auch als Abschreckung dienen. Aus diesem Grund gibt es auch andere grausame Waffen bis hin zu Atombomben. Die sind ja auch nicht erlaubt, gibt es aber trotzdem im Arsenal einer jeden ernsthaften Streitmacht.

Anderes Game, das sind Massenvernichtungswaffen. Weiße Phosphormunition für Artillerie und Luftwaffe ist ein ganz anderer Scope. Der Einsatz führt vor allem nicht unmittelbar zur weltweiten Eskalation (was z.B. beim Einsatz von Nuklearwaffen der Fall wäre), wie man im letzten Irak-Krieg und in früheren Auseinandersetzungen im Nahen Osten gesehen hat. Man kann also mit Dreck um sich schmeissen und es passiert im Grunde nicht viel.

Der Einsatz dieser Waffen hallt übrigens nach, auch wenn Zivilisten zurück sind.

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Phosphor-statt-Bernstein-Gefahr-am-Strand,phosphor126.html


Krieg ist ist generell nicht umweltfreundlich und auch generell sehr grausam.

Ja gut, dann können ja alle weitermachen. Ist halt grausam, was der Russe macht oder die Warlords in Afrika, aber ist nun einmal so. Dann sollen die westlichen Staaten auch das Maul halten, wenn das jetzt die finale Argumentation ist und nicht immer über die Grausamkeit nicht selbstgeführter Kriege debattieren.


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