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Unpopuläre Meinung, aber: Rot war hart, aber durchaus im Rahmen (BVB)

koom, Donnerstag, 04.11.2021, 11:43 (vor 1818 Tagen) @ Schleicheisen

Das ist halt auch die Krux. Der VAR wird ja auch sehr zurückhaltend verwendet, um den Schiedsrichter auf dem Platz nicht die Autorität und Kontrolle zu entziehen, damit er nicht mehr nur ein Erfüllungsgehilfe für die Kellermenschen ist.

Im Grunde will man wohl immer den Kern des Spiels waren, wodurch man eben keine technischen Spielereien braucht, sondern am Ende nur 22 Leute mit Ball und 3 weitere Leute, um das irgendwie zu ordnen, wenn die Dinge mal unklar sind.

Aber das fehlende Commitment zur Technik sorgt dann für diesen seltsamen Mischmasch. Man kanns ja auch verstehen: ein guter Schiedsrichter kann mit seiner Art ein Spiel positiv beeinflussen (ein schlechter auch, aber ich will bei den positiven Dingen bleiben). Man kennt ja diese Momente, wo eine klare Ansprache ein Spiel, dass kurz vorm Gelb-Rot-Massaker ist, wieder auf den Boden bringen kann. Und man will ja eben auch dem Schiedsrichter das belassen, weil ansonsten vermutlich der Job noch unattraktiver wird, als er eh schon ist.

Aber ich denke, es ist viel zu viel Geld (und damit vermeintliche Wichtigkeit) im Fußball, um das im Kern so zu belassen. Vermutlich wäre es besser, die Spielführung deutlich mehr in die Hände der Technik zu legen und Entscheidungen personenunabhängig rüberzubringen. Abseits kann die Technik auch erkennen, Fouls sind mit Kamera und Zeitlupe besser zu treffen usw. Das man grundlegende Entscheidungen in einem Spiel mit 22 Millionären, wo es um große Millionenbeträge (und manchmal auch Titel) für beide Vereine einem Mann in die Hände legt, der für diesen (oft Neben-)Job ein vergleichbares Witzgehalt bekommt, funktioniert halt nur so mittelgut.


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