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Aktie auf Corona-Rekordtief (BVB)

Lutz09 @, Tor zum Sauerland, Donnerstag, 15. Oktober 2020, 17:39 (vor 6 Tagen) @ Voomy

Du vergleichst da aber gerade wirklich Äpfel mit Birnen. Wir reden hier nicht über Prognosen für das Wirtschaftswachstum, die erheblich volatiler sind als viele andere Prognosen, sondern über konkrete Simulationen zu einem sehr bestimmten Szenario. Während ich dir mühelos zustimmen würde, dass sich in der gegenwärtigen Situationen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung schwerer beurteilen lässt, ging es um die Verschiebung von Insolvenzen. Und da haben wir nun einmal belastbare Zahlen aus ähnlichen, wenn auch nicht gleichen, Szenarien.

Ich verlinke einfach mal einen der Artikel, die das Problem mit mehr Hinblick auf die Simulationen angehen, statt einfach nur die Zahlen zu kopieren:

handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/finanzstabilitaetsbericht-6000-insolvenzen-oder-mehr-bundesbank-warnt-vor-pleitewelle/26269776.html

Stimmt. Jedoch: Wie hoch die Zahl der Insolvenzen ausfällt, hängt natürlich entscheidend von der konjunkturellen Erholung ab. Berücksichtigt werden muss auch, dass Branchen ganz unterschiedlich betroffen sind. Während sich das Bild bei einigen schon längst wieder aufgehellt und manche sogar als Gewinner der Krise hervorgehen, sieht es bei anderen noch düster aus. Hierzu zählen die Touristik-, Event-, Hotel-, Kultur-, Gastronomie-Branche sowie Soloselbstständige. Auch bei der Industrie (am stärksten war der Rückgang in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 5,6 Prozent, in der Autoindustrie mit 4,1 Prozent und im Maschinenbau mit 3,8 Prozent) ist noch kein Ende abzusehen.

Letztlich ist so ein Szenario "6000 Insolvenzen oder mehr: Bundesbank warnt vor Pleitewelle" auch als Appell an die kreditgebenden Banken zu verstehen, die "Firmen trotz höherer Kreditausfälle weiter mit Kapital zu versorgen". Damit es nicht zu einer größeren Pleitewelle kommt.

"Für das erste Quartal 2021 rechnet die Bundesbank in ihrem Basisszenario mit 6000 Insolvenzen. Das wäre ein Anstieg um mehr als 35 Prozent, aber weniger als in der globalen Finanzkrise, als etwa 8000 Unternehmen pro Quartal pleitegingen. Die Wertberichtigungen der Banken dürften sich dadurch nach ihrer Schätzung auf rund 13 Milliarden Euro vervierfachen. Dieses Szenario sei für die Kreditinstitute verkraftbar."

Klingt nicht gut, aber nicht so schlimm, wie zunächst befürchtet.

"Allerdings hält Buch auch einen deutlich stärkeren Anstieg der Insolvenzen für möglich. „Wir können nicht ausschließen, dass in einem ungünstigen Szenario deutlich mehr Unternehmen zahlungsunfähig werden als derzeit erwartet.“"

Was von dem weiteren Pandemieverlauf und anderen Ereignissen abhängig ist. Je besser wir diesen unter Kontrolle bekommen, desto milder wird es.

 

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