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Sinn der Regel (Fußball und Sport allgemein)

McMisch, Sonntag, 12.07.2020, 17:05 (vor 2010 Tagen) @ markus

https://www.kicker.de/779499/artikel/streitpunkt_auswaertstorregel_geschichte_probleme_alternativen


Ich begreife die ganze Diskussion nicht. Letztlich wird das Spiel mit Auswärtstorregel meist auf dem Platz entschieden, und darum geht es doch. Im Vorfeld kennt jede Mannschaft die Regeln, und wenn Heidenheim und Ingolstadt meinen, im Hinspiel auswärts das Visier herunterklappen zu müssen, dann ist das deren Schuld. Elfmeterschießen ist doch die viel bescheuertere Alternative. Komplett anderer "Sport".

Dass man die Regeln vorher kennt, gilt für jede Regel. Das Argument kannst du direkt in die Tonne kicken.

"Auf dem Platz entschieden, darum geht es doch." Naja. Auf dem Platz schießen beide gleich viele Tore. Aber eine Mannschaft gewinnt. Ganz kurz: Darum geht es? Niemals.

Derzeit steht es fast nie Unentschieden im Rückspiel durch die Regel. Ich denke nicht, dass es extrem viele Elferschießen geben würde. Und unfairer, unverdienter wären die Siege darin auch nicht im Vergleich zu unsäglichen Auswärtstor-Glückssiegen.


Ohne die Auswärtstorregel würde eine Torgleichheit im Rückspiel aber dazu verleiten, sich ins Elfmeterschießen zu retten. Wenn es aber im Hinspiel 0:0 ausging und im Rückspiel steht es 1:1, dann kann es keine Verlängerung mehr geben und das Spiel wird automatisch interessanter.

Mal ehrlich: Die spielentscheidenden Last-Minute Tore sind doch die, die den Fußball ausmachen. Wollt ihr wirklich ein defensives Ballgeschiebe sehen, weil sich z.B. der unterklassige Verein im Elfmeterschießen mehr Chancen ausrechnet? Da sehe ich doch lieber die letzten spannenden und spielentscheidenden Minuten.


Kann ich nachvollziehen. Ich finde den Nervenkitzel aber genauso unfair wie er manchmal zugegeben auch geil ist. Ich mag diese Zuspitzung nicht. Und denke nicht, dass es nur langweiliges Hin-und Hergeschiebe gäbe. Gerade in der Champions League gibt es doch oft Teams auf Augenhöhe und nicht immer krasse Außenseiter, die nur verteidigen (auch in der Relegation ist das ja nicht so extrem). Daher denke ich, dass es auch ohne dieses Element immer spannend und attraktiv sein kann das Spiel.

Jedenfalls sind derzeit extrem viele Duelle gerade durch die Regel früh entschieden und/oder taktisch geprägt. Daher bin ich für das Aufheben der Regel.


Vielleicht wäre ich mit der Regel auch besser befreundet, wenn deine Position auch offiziell die der Verbände wäre. Aber noch ist sie rein theoretisch ein Relikt aus alten Zeiten und ihre Begründung überfällig.


Der Spannungseffekt wiegt für mich die gefühlte Unfairness nicht auf


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