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Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden (BVB)

Kulibi77, Freitag, 29.03.2019, 13:47 (vor 2588 Tagen) @ MDomi

A) Wenn 80000 Menschen durch eine Stadt verteilt Mist bauen, dann ist das schwerer zu händeln, als wenn sie in einem dafür vorgesehenen Ort sind und man geballt dagegen vorgehen kann.

Normalerweise machen 80.000 Menschen keinen Ärger. Allerdings sind hundert Gewalttäter über das Stadtgebiet verteilt ein viel kleineres Risiko als hundert Gewalttäter als Gruppe auftretend in einem engen Raum mit 79.900 friedlichen Menschen zusammen.

B) Wenn diese Menschen nicht in ihren Wohngebieten Mist bauen und die Polizei erforderlich machen, dann braucht man dort auch weniger Polizisten. Dortmund hat beispielsweise 1000 Idioten weniger, wenn ein Auswärtsspiel ansteht im eigenen Gebiet. Dort wird also gespart, die Kosten aber nach beispielsweise Berlin (oder da wo Hundertschaften herkommen) umgelegt.

Nur weil tausend Menschen nach Berlin oder Mallorca fahren, wird in Dortmund erstmal nicht ein Cent gespart.

C) Ist das eine staatliche (keine Landes-)Aufgabe für mich, es sind bundesweite, regelmäßige Veranstaltungen mit außergewöhnlich vielen Personen.

Ist ein Bundesland kein Staat? Sollen Bundesligaspiele ausschließlich von der Bundespolizei betreut werden? Verstehe nicht worauf du hinaus willst.

D) Werden die Vereine auch steuerlich entlastet, bei der normalen Steuer? Schließlich beinhaltet das auch die Polizei. Bund>Land>...

Die Vereine zahlen nur die Mehrkosten bestimmter Einsätze, denn die "Grundleistung" der Polizei haben sie bereits mit ihren Steuern "bezahlt".

E) Was passiert, wenn die Polizei jedes Spiel als Hochrisikospiel einstuft und vollkommen Amok läuft, oder das Risiko selbst verursacht - und für die nächsten Spiele selbst Feuer reinbringt? Es ist jetzt schon jedes siebte Spiel (lächerlich). Dieser Punkt ist doch dermaßen diskutabel. Irgendwer legt das fest, manchmal ohne Verstand, und der Verein löhnt. Oder: Es wird gezündelt und deswegen nächstes Mal ein HR-Spiel. Netter Regress...

Gegen diese Einschätzung können die Vereine klagen, wenn sie es für ungerechtfertigt halten. Und das wird wohl sogar passieren, wenn das in Zukunft kostet. Das wäre sogar ein Vorteil, wenn so mancher Kräfteeinsatz der Polizei mal gerichtlich auf Angemessenheit geprüft wird.

Ich verstehe allerdings nicht, warum die DFL die Kosten einfach auf den betroffenen Verein abwälzen will und Bremen das auch noch mit sich machen lässt.


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