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Eine Frage mal (BVB)

Donngal, Montag, 29.10.2018, 13:34 (vor 2844 Tagen) @ José

Mich wundert, dass Niemand den Gesamtkontext der Situation "Gewaltprobleme mit Fußballfans" mit in die Bewertung einfließen lässt: Wir haben in den Stadien ein seit Jahren existierendes Problem

Haben wir das? War doch alles schon viel extremer in den 80ern...

ohne jede Annäherung seitens der Problemfans in den relevanten Punkten. (Versuchte) Interventionen seitens DFB/DFL, den Vereinen oder der Polizei werden weder ernst genommen, noch treffen sie die Verursacher.

Die letzten Gespräche hat die DFL/DFB abgebrochen, nicht die Fans.

Überspitzt gesagt hat man doch überhaupt nichts zu befürchten. Trotzdem führt jegliche Bestrafung bzw. jegliches Vorgehen gegen diese Handlungen unweigerlich zu blindem Hass auf die entsprechenden Stellen.

Nichts zu befürchten stimmt nicht. Die Kameratechnik wird immer krasser und Stadionverbote werden auch gerne mal mit der Gieskanne verteilt.


Dass die verantwortlichen Stellen aber qua Gesetz UND Menschenverstand etwas tun müssen, steht außer Frage.

Tut es das?

Mich persönlich wundert, dass es noch nirgends richtig gescheppert hat, was die (straf- und zivilrechtlichen) Konsequenzen für die Verursacher angeht. In meinem Umkreis auf der Tribüne haben nicht wenige gefordert, das Spiel zu unterbrechen und den gesamten Block unter Aufnahme der Personalien und dem Erstellen von Fotoaufnahmen zum Abgleich mit den Bildern der Überwachungskameras im Stadion zu räumen.

Und 80% der Fans unter Generalverdacht stellen? Das wäre ohne staatsanwaltliche Anordnung hoffentlich zu Recht nicht möglich.

Und ganz ehrlich: nach den Aktionen (Bengalos in die Polizistenmenge - völlig vorsätzlich da direkt davor entzündet, Schläge mit Fahnenstangen) hätte ich das zumindest nicht als völlig unrealistisches Szenario angesehen.

Mit der Situation war zu rechnen. Die hätte vermieden werden können, wenn die Polizei massvoll vorgegangen wäre. Von solchen Bumsköppen (und damit meine ich nicht die Polizei) ist leider zu erwarten das sie vollkommen ausrasten können. Das hätte die Polizei einkalkulieren müssen.

Schüsse vor den Bug gab es in der Vergangenheit genügend, die allesamt verpufft sind. Es ist bezeichnend, dass in diesem Spiel der Provokationen nur darauf gewartet wurde und wird, dass seitens der Polizei kontrovers reagiert wird. Denn die Debatte, welche Seite die Aktion und welche die Reaktion zu verantworten hat, stellt sich in diesem Punkt nicht.

Tut mir leid, aber ich stelle an die Polizei mit ihrem Gewaltmonopol DEUTLICH höhere Anforderungen an Vernunft und bedachtem Handeln als an eine aufgepeitschte Menge mehr oder weniger verhaltensauffälliger Jugendlicher.


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