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Sorry, das ist schwach (Fußball und Sport allgemein)

Kulibi77, Freitag, 08.09.2017, 22:07 (vor 3037 Tagen) @ Nietzsche

Sicher, dass das so stimmt? Kannst Du mir nen Link oder so geben, woher Du das hast? Bin ernsthaft interessiert!

ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2478638/
nber.org/papers/w15430.pdf
sciencespo.fr/liepp/sites/sciencespo.fr.liepp/files/Giving%20a%20little%20Help%20to%20Girls_WP.pdf


Bei der unterschiedlichen Verarbeitung von Informationen fängt das Problem im Kindesalter und in der Schule an und setzt sich fort bis an die Universitäten. Eine mögliche Lösung wäre ein nach Geschlechtern getrennter Unterricht mit unterschiedlichen Ansätzen wie der Stoff vermittelt wird. Die aktuelle Unterrichtsweise bevorteilt das männliche Gehirn.

Dazu kommen kulturelle Klischees die schon eher echte "Diskriminierung" darstellen. Die so richtig erst an der Universität zum Problem werden, denn dann geht es um Karrieren. So gibt es ein großes Problem bei der Bewertung von Studienarbeiten im Bereich Mathematik oder Physik. Die Benotung von mathematischen Studienleistungen sinkt automatisch um 1-2 Notenschritte wenn dem Prüfer das (weibliche) Geschlecht bekannt ist. Frauen zeigen diesen Diskriminierungseffekt auch gegenüber Männern, aber deutlich geringer. Da die klassischen Naturwissenschaften traditionell noch sehr von Männern geprägt sind, ist dieser Diskriminierungseffekt im Moment hauptsächlich gegenüber Frauen relevant. Frauen haben es schwieriger für gleiche Leistungen gleich gute Noten zu bekommen, haben es schwieriger Anstellungen an den Lehrstühlen zu bekommen und haben es schwieriger im peer review Prozess, was ultimativ eine Karriere (aka Professur) schwerer erreichbar macht für Frauen. Das ist alles ausführlich analysiert und studiert inzwischen:

pnas.org/content/109/41/16474.full.pdf+htm
arxiv.org/ftp/math/papers/0701/0701537.pdf
ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4552397/

Ist nun schon seit ein paar Jahren ein großes Thema für die Spitzenforschung im Bereich Mathematik und Physik. Und es gibt auch relativ einfach Gegenmaßnahmen, wie z.B. auf den papers keine ausgeschriebenen Vornamen anzugeben. Ohne Kenntnis des Geschlechts kann man auch nicht diskriminieren.


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