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Gleichberechtigung.... (Fußball und Sport allgemein)

Schnippelbohne, Bauernland, Freitag, 08.09.2017, 12:10 (vor 3038 Tagen) @ Djerun

Männer machen deutlich mehr Überstunden und sind deutlich bereiter an Feiertagen zu arbeiten im Schnitt. Und als Chef (bin mittlerweile selbstständig) stelle ich lieber Menschen ein, die mir auch signalisieren, dass sie auch mal mehr leisten wollen, als andere. Und das sind im Schnitt nun mal eher Männer.


Das ist ja ein Grund für unsere immer kaputtere Leistungsgesellschaft: da wird nach Bereitschaft zu Überstunden oder Arbeit an Feiertagen gegangen. Das ist antiquiert und gruselig, so etwas von seinen Angestellten zu erwarten! Aber zum Glück setzt da inzwischen ein gaaaanz langsames Umdenken ein. Der Fachkräftemangel macht's möglich...

PS: Beide Einstellung dieses Jahr sind Frauen. Beide arbeiten hart und lange (ehem. PhD Studentin und angehende Ingenieurin). Ich stelle hier nach Qualifikation und Leistungsbereitschaft ein und nicht nach Geschlecht. Und da soll auch bitte überall so ein. Quoten beispielsweise lehne ich grundweg ab.

Wenn ich irgendwann Person X Person Y vorziehen muss, trotz besserer Qualifikation und persönlichem Eindruck, um eine Quote zu erfüllen, dann kann das nicht wirklich gut sein.


Da stimme ich zu. Allerdings sollte man einfach mal hinterfragen, ob die Parameter, die über die Qualifikation entscheiden, wirklich der Weisheit letzter Schluß sind...

Stimme zu. Am Ende ist das in Deutschland immer noch ein kulturelles Problem. Wenn Nachwuchs kommt, gehen weit überwiegend die Frauen in (längere) Elternzeit und anschließend in Teilzeit, um die Kinderbetreuung zu wuppen. Männer, die dazu bereit sind, muss man weiterhin mit der Lupe suchen. Daran können selbst Arbeitgeber wie meiner (Großkonzern, absolut gleiche Angebote für Männer und Frauen) nichts ändern. Im Gegenteil nehmen wir häufig frustriert wahr, dass die es für viele Funktionen Frauen gibt, die fachlich und persönlich weit besser geeignet sind als die männlichen Kandidaten, die sich aber mit Blick auf die Familienplanung erst gar nicht bewerben oder wegen Teilzeit nicht in Frage kommen (Betreuung von Aufgaben mit Zeitverschiebung nach Westen wie z.B. US-Kunden). Den Mann, der bereit ist, Kleinkinder täglich zwischen 16 und 20 Uhr zu betreuen, muss man wohl erst backen. Natürlich wirken die Männer, die sich genau davor drücken und stattdessen damit prahlen, trotz Familie 12 Stunden am tag für den Arbeitgeber zur Verfügung zu stehen, auf viele Arbeitgeber immer noch attraktiver. Ich mache da bei solchen Bewerbern inzwischen allerdings durchaus ein Fragezeichen in der Kategorie 'Sozialkompetenz'.
Gleichberechtigung fängt zuhause an.


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