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ran siehts wie SPOX (BVB)

Sascha, Dortmund, Montag, 26.06.2023, 10:43 (vor 1143 Tagen) @ Phil

Ich sag es mal so:
Ich möchte ihn auch auf keinem Fall hier haben.


Was eine legitime Position als Fan ist.

Aber egal, ob er hier hin wechselt, in Wolfsburg bleibt, oder wo anders hingeht ich erwarte von der Presse dann schon, dass sie genauso fordern dass er nicht für Deutschland spielt, wie man erwartet dass er nicht für den BVB spielt.


Das mag man so sehen. Und natürlich darf / soll und muss die Presse darüber schreiben und Dinge hinterfragen. Ob es wirklich richtig ist, wenn Medien irgendwelche Dinge in diesem Kontext fordern? Ich weiß nicht.

Mir wäre wichtig, dass sie der Sache auf den Grund gehen. Und dann darüber informieren.

Und natürlich sollte man auch darüber diskutieren, was eigentlich alles geht und was nicht. Und was eigentlich nötig ist, damit man sich "aus dem Spiel nimmt". Reicht ein Gündogan Foto mit Erdogan? Aber diese Özil / Gündogan Debatte war ja schon mehr als unappettitlich und so richtig habe ich bis heute nicht verstanden, warum der eine komplett raus war danach, während der andere....

Und eines finde ich dann ja auch immer etwas irritierend. Es ist ja nicht so, dass beim BVB keiner sich Gedanken zu dem Thema macht. Oder man nicht mit dem Spieler sprechen würde. Oder solche Probleme erörtert und abklopft. Über allem schwebt ja, dass gesagt wird "denen ist das egal".

Nun mag man das so wahrnehmen, weil eben die ganze Sache nicht auf dem Friedensplatz in Dortmund öffentlich verhandelt wird.

Aber irgendwo kann man doch dann Terzic und Kehl schon abnehmen, dass sie da nicht völlig im "uns doch alles egal"-Modus agieren.

Zum Thema an sich:
Hier war die Tage viel davon zu lesen, dass ein jeder im Leben eine 2. Chance verdient hat. Dem stimme ich grundsätzlich zu. Jedoch weiß man nicht, ob er diese 2. Chance auch nutzt und hier ist mir dann die Fallhöhe einer potenziellen Ablösesumme jenseits der 10 Millionen einfach viel zu hoch und riskant.


Das ist ja dann eher ein sportlich/sachliche Beurteilung. Wenn die sportlichen Chefs, also zuvorderst Kehl und Terzic aber diesen Spieler als die Lösung identifiziert haben, dann muss man das ja erst einmal so zur Kenntnis nehmen. Und dann überlegen, wieso sie nun nicht sagen "Aber geht nicht, weil er in den sozialen Medien x und y folgt und zweimal abseitige Postings geteilt hat".

Man kann dann zu dem Schluss kommen, dass man das eben mit dem Akteur bereden muss und abklären muss und man kann auch zu der Einschätzung kommen, dass in dieser Branche dann vielleicht ein Cheftrainer nicht sagt "Ne, das können wir nicht machen", obwohl er sportlich sehr überzeugt ist. Da sollte man dann auch nicht unterschätzen, mit was sich Fußball Trainer im Profifußball so alles rumschlagen müssen an abseitigen Ansichten und Meinungen ihrer Fußballer. Würden die jedes mal jeden deswegen rauswerfen...


Und mir fällt dann einfach schwer, dass man sich nur auf das "wurde öffenltich geteilt" beschränkt. Das ist dann in meinen Augen nicht ausreichend. Dann muss man schon sagen, dass das auch für interne Versztöße gelten muss und jeder, der Verstöße deckt, dann eben auch zu sanktionieren ist.

Wenn ein Spielern intern diskriminierende Äußerungen tätigt, braucht es doch eigentlich keinen Kodex, der BVB wäre rechtlich als Arbeitgeber doch schon verpflichtet, dagegen vorzugehen.

Was einen dann aber auch leider in eine ziemliche Zwickmühle versetzt. Kündigt man wirklich einem Spieler (der das dann vielleicht sogar bewusst einsetzt) wegen diskriminierender Äußerungen, damit der dann zur "Belohnung" mit einem millionenschweren Handgeld vertragslos wechselt?


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