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Watzke wirbt um Vertrauen: "Kein trojanisches Pferd durch die Hintertür" (BVB)

Weeman, Hinterm Knauber, Dienstag, 09.05.2023, 17:49 (vor 1192 Tagen) @ stfn84

Entsprechend ist es einfach nicht richtig zu sagen, dass 750/800 Millionen für eine Streaming-Plattform ausgegeben werden.

Dann wäre es vielleicht mal gut den Medienschaffenden nur konkrete Zahlen zu nennen. Es steht nämlich in mehreren Artikeln wie von mir beschrieben drin.
Das ist dann entweder Taktik oder Unfähigkeit. Regt mich beides auf.

Hat irgendwer behauptet, dass wir Fans (oder Du persönlich) daran schuld seien, dass die Clubs in der Situation sind in der sie stecken?
Ich bin bei Dir, dass es eine bessere Professionalisierung der Clubs geben müsste. Man kann aber doch die Auswirkungen von Corona gar nicht komplett ausblenden, wenn man die Situation fair analysieren möchte.

Sehe ich etwas anders. Jeder muss immer auch für Risiken ein gewisses Polster aufbauen. Klar konnte mit Corona keiner rechnen und das Ausmaß war krass. Aber es gab dafür schon Hilfe. Wegen Corona, was jetzt auch schon ne ganze Saison zurück liegt nen 20 Jahre Deal zu rechtfertigen passt für mich auch nicht.

Ich finde es zudem schwierig, dass man meint man könne die Situation nun ad hoc ändern. Verträge sind von vielen Spielern vor Corona zu anderen Bedingungen geschlossen worden. Das kann ich nun nur bei neuen Papieren ändern - beim BVB scheint das zu passieren. Ich hoffe, dass hier dann auch mehr variable als fixe Vergütungskomponenten gewählt werden.

Würde mich tatsächlich mal interessieren, wie viele von den aktuellen Spielerverträgen bei den Vereinen noch von vor Corona sind. Wie viele sind es bei uns? Hummels, Guerreiro und Dahoud?
Vielleicht noch 2-3 von denen kaum einer mal ne Minute spielt?

Zu unterstellen, man wolle das nun nur, damit man selbst als Geschäftsführer eben gut daran verdient, ist zwar nachvollziehbar, aber vielleicht nicht unbedingt das beste Argument. Ansonsten muss man nämlich unabhängig vom Investor einfach mal aufräumen und diese Leute rausschmeißen. Und so sehr mich die Anstrengungen eines Carsten Cash ärgern, so sehr helfen sie Borussia Dortmund. Wenn wir also jetzt mal eben Aki, Cramer, Treß und Co. entlassen, können wir ja mit Leuten wie Wehrle in eine goldene Zukunft starten. Oder was ist da der Plan?

Natürlich war das Stammtisch. Aber selbstverständlich gehören auch diese Gehälter zu den Kosten die offenbar zu hoch für die Erlöse waren. Und wenn Watzke mit 8€ für Stehplätze kommt kann ich auch ein bisschen zurück pöbeln.

Der Einfluss des Investors kann natürlich kritisch gesehen werden. Ich finde es aber dann doch recht amüsant, dass da oft die Sorge mitschwingt, dass durch den Einfluss des Investors zwangsläufig 9 Anstoßzeiten vereinbart werden. Das ist albern und inhaltlich nicht haltbar. Wenn es um andere Punkte geht ist das natürlich legitim, aber dann lass uns doch konkret darüber sprechen worum es geht.

Mir gehts da nicht nur um Anstoßzeiten. Mir gehts auch um Ticketpreise, Imagepolitik etc. pp.
Und da ist für mich recht klar, dass die Vorstellungen von Investoren die Milliarden bringen nicht mit meinen kongruent sind. Und da hilft es mir natürlich schon recht wenig, wenn diese Investoren mehr Gewicht bekommen.

Wie gesagt: Ist mir zu einfach!
Das Business ist mies. Aber, die Handelnden von Heute sind nicht immer die Verantwortlichen für die Versäumnisse der Vergangenheit.

Ja aber dieser Deal ist für ganz klar ein Fortführen der Fehler der Vergangenheit.
Oder gibt es hier auch nur einen Ansatz, dass gewisse Fehler nicht mehr passieren sollen?
Hier gehts doch nur darum Geld einzunehmen und in Zukunft möglichst viel Geld einzunehmen.
Über Verteilung, Ausgaben und alles andere wird ja gar nicht gesprochen.
Man soll auch mal Vertrauen haben. Aha. Das hat beim Fußball bisher immer richtig super funktioniert.

Ich hab ja hier keine Glaskugel. Mag sein, dass wir dann bald die Tipico Halbzeitanalyse der Bwin Bundesliga mit Birkenstock Borussia verfolgen. Aber es darauf zu verknappen, dass dies nur unter der Bedingung des Investors der DFL Tochter erfolgt, ist nicht sonderlich intelligent.

Natürlich nicht. Wir haben es auch ohne Investor schon geschafft ordentlich scheiße zu bauen.
In der Regel wird es durch Investoren aber dann doch eher schlechter. Zumindest aus meiner Sicht.

Es bleibt für mich dabei.
Es geht schlicht um schnelles Geld zu mäßigen Konditionen ohne das längst überfällige Reformen angegangen werden.
Das damit Red Bull und VW subventioniert werden will ich gar nicht weiter ausführen.
Ich kann deine Argumente natürlich nachvollziehen. Aber den Vertrauensvorschuss für diese Entscheidung haben die Verbände und handelnden Personen einfach nicht verdient.


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