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Weltmeister des Schönredens im ZDF (WM / EM aktuell)

Will Kane, Saarbrücken, Freitag, 25.11.2022, 11:55 (vor 63 Tagen) @ koom

Absolut, Gündogan war der beste Spieler auf dem Platz, warum er ihn ohne Not ausgewechselt hat ist völlig unverständlich.


Vor allem: Gündogan kann das Spiel auch mal etwas beruhigen und verlagern. Nahezu alle anderen Spieler sind quasi Box-To-Box-Spieler. Immer aufs Tor ausgerichtet.

Ein Gegner wird in der ersten Halbzeit dominiert. Man führt 1:0, hat dabei diverse Chancen auf mehr Tore nicht nutzen können. Zur zweiten Halbzeit stellt der gegnerische Trainer um und wechselt auch. Das Spiel wird ausgeglichener, dennoch hat man es bis zur 65. Minute weiterhin unter Kontrolle.

Die Mannschaft des FC Bayern hat sich in den langen Jahrzehnten der Bundesliga sehr oft in genau so einer Situation befunden. Das typische Verhalten aller Bayern-Mannschaften bis vor einigen Jahren in einer entsprechenden Situation war, keine großen Anstrengungen für ein weiteres Tor zu unternehmen, sondern stattdessen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen und das 1:0 über die Zeit zu bringen. Nicht unbedingt schön für den Zuschauer anzusehen, aber effektiv. In der Nationalmannschaft war dies durchaus ähnlich, wenn große Bayernblocks den Kern der Nationalelf bildeten.

Das gelang allerdings nur dann, wenn die Bayern (und damit auch die DFB-Auswahl) über ball- und passsichere Spieler verfügten, die ein solches Spiel auch beherrschten. Und weil es für Trainer auch völlig normal war, so agieren zu lassen.

Das hat sich alles durchaus geändert, nicht nur bei Bayern und auch nicht nur in der Nationalmannschaft. Flick müsste diese Art des ‚Nachhauseschaukelns‘ eines knappen Spielstandes noch aus seiner aktiven Zeit als Spieler bei den Bayern noch im Gedächtnis haben. Aber ein entsprechendes Denken scheint nicht mehr ein vogue zu sein. Und das, obwohl nicht erst seit Guardiola die nur scheinbare Binsenwahrheit gilt, dass wenn ich den Ball habe, der Gegner ihn nicht hat. Denn bekanntermaßen kann der Gegner nur ein Tor erzielen, wenn er den Ball in seinen Besitz gebracht hat.

Ein Turnier sollte für ein Team möglichst lang dauern. Und je länger es dauert, desto intensiver werden die Spiele. Einzig das letzte Gruppenspiel bietet die Chance, Kräfte zu schonen. Aber auch nur dann, wenn ich die beiden vorherigen Spiele gewonnen habe. Wie ich als Trainer dann im ersten Gruppenspiel, das ich nicht verlieren sollte, völlig unnötigerweise Sicherheit aus- und Risiko einwechsele, ist in meinen Augen nicht nachzuvollziehen.


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