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Ukraine kauft jetzt selbst Waffen in Deutschland (Politik)

Ulrich, Samstag, 26.03.2022, 15:44 (vor 1377 Tagen) @ Wickiborusse

Selbstverständlich hat Robin Alexander Recht. Was der allwissende Ulrich vergisst, ist, dass es sich bei Panzerfäusten um Verbrauchswaffen wie Munition handelt. Diese wird regelmäßig bei der BW und anderen lieferfähigen Staaten im Manöver (oder bis vor kurzem in Afghanistan oder aktuell in Mali oder sonstwo) verschossen. Allein aus dem Grunde dürften davon tausende auf Lager sein. Und selbstverständlich haben die großen Firmen große Lager, auch an schwerem Material. Allein KMW hat bspw. noch weit über tausend Leoparden auf der veralteten Kampfstufe A IV oder V eingelagert, die bei Bedarf auf ihre Modernisierung und Reaktivierung warten.
Hier noch ein kleines Lehrfilmchen (Quelle: Bundeswehr via Youtube): https://www.youtube.com/watch?v=V89a5HOq610

Erspare uns bitte deinen Bullshit. So eine Panzerfaust dürfte locker zehn, fünfzehn Jahre in den Arsenalen liegen, vermutlich sogar länger. Verschossen wird in Friedenszeiten wohl nur ein kleiner Teil, der Rest wird schlicht irgendwann ausgemustert und entsorgt.

Ich war Anfang der Achtziger während der Grundausbildung zum Panzerfaustschießen auf einem belgischen Truppenübungsplatz. Aber damals gab es noch zahlreiche Wehrpflichtige, die an so etwas ausgebildet wurden. Das ist heute anders.

Normalerweise weiß man bei der Bundeswehr und bei den Streitkräften anderer NATO-Staaten bereits heute, wie viele dieser Systeme man in fünf oder zehn Jahren ersetzen muss. Entsprechend langfristig sind Beschaffung bei der Truppe und Produktion bei den Herstellern ausgelegt.

Der Ukraine-Krieg tobt erst seit gut einem Monat. Selbst wenn man jetzt bei einem Hersteller von auch zivil nutzbaren Produkten wie z.B. Kraftfahrzeugen auf Militärausführungen umstellen würde, dann würde das seine Zeit dauern. Militärisch nutzbare Unimogs statt Fahrzeuge für Kommunen, höher gelegte, mit stabileren Fahrwerken, etc. ausgestattete VW-Transporter für das ukrainische Militär statt für deutsche Handwerker, selbst so etwas würde einiges an Vorlauf benötigen. Und bei Waffenherstellern gibt es keine zivile Produktion, die man mal eben umstellen kann. Entsprechend niedriger dürften die Spielräume für schnelle Erhöhungen von Produktionsmengen sein. Dass man jetzt liefern kann, ist entsprechend eine positive Nachricht.


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