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Es braucht keinen TieBreaker: 11m>Auswärtstor (Fußball und Sport allgemein)

McMisch, Freitag, 28.05.2021, 12:11 (vor 1694 Tagen) @ Blarry
bearbeitet von McMisch, Freitag, 28.05.2021, 12:15

Diesen Aspekt sehe ich auch. Aber mich nervt genau dieses, dem Fußball eigentlich untypische Zählen. Tore zählen plötzlich doppelt, quasi auch für das Heimteam.


Es zählt ja nicht doppelt, sondern funktioniert so, als hätte man ein Tor mehr erzielt. Ist im Übrigen der gleiche Mechanismus, der in den Ligatabellen zur Anwendung kommt, wenn nach den erzielten Punkten die Tordifferenz oder die direkten Duelle ausschlaggebend sind. Einfach eine Art "+1" als Tie-breaker.

Mir ist schon klar, dass es nicht doppelt im mathematischen Sinne zählt. Effektiv ist es aber unter Umständen eben so. Das Unentschieden wird umgangen, damit zählt ein Tor quasi 2. Aus einem Rückstand kann mit einem Tor eine Führung werden.

Die Mechanismen zu vergleichen, finde ich schwierig. Ja, es ist ein Tie-Break er, da gehe ich mit. Aber ich finde es eben legitim, das direkte Duell oder das TV nach einer ganzen Saison oder einer Gruppenphase aus mehreren Spielen als TieBreakee heranzuziehen. Das direkte Duell zu gewinnen, mehr Tore zu schießen als andere - das darf als "besser" gewertet werden und einen besseren Rang verschaffen.

Bei einem Spiel über 180 Minuten, in dem beide Mannschaften ein Tor schießen, sehe ich aber keinen Sieger. Es gibt einfach keinen für mich akzeptablen Grund, ein auswärts geschlossenes Tor höher zu bewerten als ein Heimtor.

Nur, weil es schwieriger ist, auswärts ein Tor zu erzielen? Ist es das überhaupt? Wenn die Heimmannschaft auf Sieg spielt, öffnen sich ja vielleicht Räume.

Und selbst wenn ich die Geschichte akzeptiere, dass es schwieriger ist, auswärts ein Tor zu erzielen: Dann würde ich es trotzdem nicht als mehr bewerten als ein Heimtor. Ich finde es einfach nicht fair, weder emotional noch rational.


Es braucht halt auch keinen TieBreaker. Anders als in einer Liga oder Gruppe.

Es gibt VL und 11m. Beides fairer, sportlicher als der TieBreaker

Für die Spannung wäre eine Abschaffung der Auswärtstorregel echt nicht gut. Tore erzielen zu müssen ist risikoreich, und wenns um Millionen geht, möchte man kein Risiko eingehen. Das würde zu mehr "Waffenstillständen" und mehr Elfmeterschießen führen, denen 120 Minuten Langeweile vorweggeht.

Abwarten. Kann natürlich so sein. Aber ich denke, die überlegene Mannschaft wird schon versuchen zu gewinnen und sich nicht auf die Lotterie einlassen. Was auch dem Außenseiter Räume öffnet.

Außerdem passt es nicht ganz, wie du es schreibst: bei der derzeitigen Regel ist ja immer der Zwang da, Tore erzielen zu müssen. Weil es quasi kein Remis gibt. Dadurch geht immer die Mannschaft ins Risiko, die zurückliegt. Finde ich aber langweilig, wenn immer eine Mannschaft muss. Ich finde es natürlich und angenehmer, wenn es auch mal Unentschieden steht und das Spiel im beide Richtungen kippen kann. Das sind doch die spannendsten Momente. Genau diesen spannendsten Moment gibt es eben jetzt nicht.


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