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Meine Meinung (Fußball und Sport allgemein)

Volver79, Donnerstag, 29.04.2021, 22:42 (vor 1722 Tagen) @ Davja89
bearbeitet von Volver79, Donnerstag, 29.04.2021, 22:47

Persönlich möchte ich mich auch dazu äussern. Ich finde die Strafe unangemessen, da ich sie zu milde finde. Selbst würde ich es sogar als eine Art Einladung für solche Taten ansehen. Wenn man solche Neigungen hat, wäre das Risiko überschaubar, definitiv kann man es eingehen. Das schlimme darüber hinaus ist, das diese Leute auch dadurch, konkrete Missbrauchsfälle fördern. Das diese dazu noch gefilmt, veröffentlicht und natürlich auch, extremer werden.

Eine höhere Bewährungsfrist wäre da angemessen. Zudem bewerte ich das ganze Verhalten von Metzelder, in den vergangenen Monaten ebenso für fragwürdig. Sagt meiner Meinung nach aber auch viel über Ihn aus. Das kann man leider nicht juristisch belangen oder halt vertiefen. Ob es bei Ihm um eine wirkliche Reue handelt bezweifle ich. Denn ohne Anzeige, hätte er weiter gemacht und man weiss nicht, wo es sonst hinaus gelaufen wäre.


Ich möchte aber auch mal grundsätzlich etwas aufzeigen. Dadurch möchte ich nicht Ihn oder andere Täter in Schutz nehmen. Aber mal schildern, wodurch nicht wenige Taten erst entstehen. Dies mache ich aus eigener Erfahrung. Nicht aber aus einem direkt selbst erlebten Umstand in diesem Bereich. Sondern als Anzeigender, der massive Lügen und Abgründe erleben muss(te) & das auf beiden Seiten…

Wenn man selbst zu einem Opfer wird, man aber damit quasi allein da steht und leben muss. Man einfach erlebt, das keine Gerechtigkeit eintritt und man jeglichen Glauben, in wichtige Werte verliert. Man selbst sich missbraucht und geschändet fühlt. Schlichtweg nichts Gutes mehr spürt. Auch erleben muss, das Täter ungeschoren davon kommen und weiterhin diese Einstellung haben. Dann ist der Weg oft sehr leicht, sich in Zorn und Wut wieder zu finden. Und weiter gehend, das man selbst Gewalt ausführt oder diese Gedanken dazu hat. Nicht selten werden in Missbrauchsfällen, Opfer zu Tätern. Ich glaube das dies nicht selten diesen Hintergrund hat. Denn wenn man selbst sowas erlebt hat, man damit einfach nicht zurecht kommt. Dann ist es für einige genau der Weg, um sich von diesen Erlebnissen zu befreien. Indem man selbst zum Täter wird kann man mit seiner eigenen Geschichte abschliessen. Kann innerlich auch seinen eigenen Täter(n) vergeben. Denn dann steht man genau auf deren Level, man ist nicht besser als diese Leute, die einen das angetan haben. Und dadurch ist das oft eine Verarbeitung, von dem was man selbst erleben musste. Dadurch tritt eine Art Befreiung von dem eigenen Schmerz auf.

Grundsätzlich sollte man begreifen, das solche Taten oft auch ein Rattenschwanz sind.

Aber dieses Spektrum gilt nicht nur für Missbrauchsfälle. Sondern für grundsätzliche Dinge im Leben, was auch Erziehung, Benehmen und Umgang angeht.

Das Urteil heute, hat mich zumindest sehr nachdenklich wieder mal gebracht und zieht mich ebenso sehr runter. Dabei geht es aber nicht um die Person selbst.


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