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Saudis ante portas (Fußball allgemein)

Will Kane @, Saarbrücken, Mittwoch, 29. Juli 2020, 17:34 (vor 128 Tagen) @ Blarry

Aber der nächste Hammer dürfte kurz bevorstehen. Und zwar bei OM. Da steht ein erfolgreicher tunesischer Unternehmer und Geschäftsmann, der auch die französische Staatsangehörigkeit besitzt, in Frankreich großgeworden sowie studiert hat und der als bestens ‚vernetzt’ gilt in Politik und Gesellschaft, in den Startlöchern, den Club zu übernehmen. Einen kongenialen Kandidaten für die Präsidentschaft hat er auch schon parat. Und natürlich interessierte weitere Geldgeber. Er wolle OM für den gesamten Mittelmeerraum öffnen, wobei er offensichtlich den Maghreb und Nordafrika, vor allem aber Saudi- Arabien meint. Letzteres liegt zwar nicht am Mittelmeer, hat aber viel Geld, viel Interessen und steht in erbitterter Konkurrenz zu Katar.


Das meine ich ja damit, dass es so eher "passt": Marseille, westliches Mittelmeer, Nordafrika; alles im Großen und Ganzen frankophil, mit regem kulturellen und personellen Austausch. Hätte schlicht mehr eben dieser reichen französischen Geschäftsleute mit Wurzeln in den ehemaligen Kolonien erwartet, die als Geldgeber in die Klubs drängen, und weniger Staatsbeteiligungen von der arabischen Halbinsel.

Man muss sehen, ob der gute Mann nicht eher jemand ist, der die Saudis einschleust.

Im Maghreb wird zwar aufgrund der Kolonialgeschichte französisch gesprochen und es existieren sicherlich besondere Beziehungen zu Frankreich, aber die Kolonialvergangenheit hat auch tiefe Narben hinterlassen, die heute noch nicht gänzlich verheilt sind. Dies gilt insbesondere für Algerien, das von den Franzosen immer als Teil Frankreichs angesehen wurde und ein jahrelanger schmutziger Krieg geführt wurde. Die Ablehnung Frankreichs ist bei vielen Algeriern hoch, auch wenn sie im Land selbst leben und algerischstämmige Franzosen sind. In Marseille ist dies besonders spürbar, jenseits der offiziellen Sprachregelungen und touristischen Aufbereitungen.

Marseille als Stadt genießt einen schlechten Ruf und auch wenn in den letzten Jahren die Stadt ziemlich aufpoliert wurde (nicht nur wegen des Jahres als Kulturhauptstadt), so muss man leider sagen, dass dieser schlechte Ruf nach wie vor begründet ist. Organisierte Kriminalität, Korruption und Bestechung - alles hat hier eine besondere Ausprägung. Das hält auch potentielle Investoren eher auf Distanz.

Das alles macht auch nicht vor einem Fußballclub wie OM halt, im Gegenteil. Der Club ist durchsetzt von der korsischen Mafia, die algerische Mafia hätte gerne Einfluss. Da kommt es schon einmal zu ‚unschönen‘ Ereignissen, bei denen niemand seinen guten Namen involviert sehen möchte. Skandale hatte der Club mehr als genug.

Der letzte (amerikanische) Investor hat sein Engagement voll in den Sand gesetzt, wobei man ihn im Club auch hat auflaufen lassen. Was dem neuen Interessenten ermöglicht, nun nach der Macht zu greifen. Dabei scheint er strategisch geschickt vorzugehen.

Er ist übrigens ein Fan von CR7, und sein Traum sei es, ihn bei OM spielen zu sehen. Am besten unter Zizou als Trainer, was natürlich besonders gut passen würde.

Schaun mer mal.

 

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