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Ersatzbank des BVB während dieser Saison (BVB)

Vati Morgana, Freitag, 19.06.2020, 00:24 (vor 2296 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Vati Morgana, Freitag, 19.06.2020, 00:29

Ich kann dieses Jammern nach einem noch größeren Kader auch nicht mehr hören.

Vor der Saison hat man den Kader nach Rücksprache mit dem Trainer bewusst auf eine für ihn ideale Größe reduziert und hierfür sieben Spieler verliehen.

Ich habe mir eben mal die Mühe gemacht und unsere Ersatzbänke in dieser Saison angesehen. Darauf können seit dieser Saison ganze neun (!) Spieler Platz nehmen und bis zur Coronapause war diese mit 1,5 Ausnahmen ausschließlich mit Profis besetzt:
- Jonas Hupe (1x), in der Not als eigentlich 5. Torhüter und
- Tobias Raschl (3x), der mit Profivertrag ausgestattet eine gute Saisonvorbereitung gespielt hat, aber bisher ausschließlich bei den Amas eingesetzt wurde.

Danach wendet sich das Blatt ein wenig, auch aufgrund von Zimperlein durch suboptimaler Vorbereitung sowie Vorsichtsmaßnahmen und dem einfachen Umstand, dass die Trainingsgruppen während der Coronaspielzeit um zahlreiche Reservespieler aufgestockt wurden.
- Raschl (6x)
- Führich (3x)
- Pherai (2x)
- Rente (2x)
- Duman (1x)
- Bakir (1x)

Gegen Hertha und Mainz saßen jeweils vier Profi-Feldspieler + Torwart und vier Nachwuchs- bzw. Reservespieler auf der Bank. Ansonsten waren es auch während Corona immer mindestens sechs Profis plus Torwart.

Bitte wo ist hier Bedarf nach weiteren Spielern? Und was erhofft man sich davon?

- Diese (oder die aktuellen) Spieler hätten bis zur Pause komplett auf der Tribünen Platz genommen weil es schlichtweg keinen Platz mehr auf dem Spielberichtsbogen für weitere Spieler gibt. => Das sorgt für Frust und Unruhe.
- Man hat Spieler verliehen um den Kader zu reduzieren und weil man diesen Spielern keine Perspektive für die Spielzeit aufzeigen konnte. => Die neuen Spieler sollten daher möglichst besser sein als die verliehenen Spieler...
- ...aber gleichzeitig das Gehaltsbudget nicht überstrapazieren, weil es sich zum überwiegenden Teil nur um Tribünengäste handelt und die Kaderkosten bereits jetzt wenig Handlungsspielraum ohne Transfers nach einer durchschnittlichen Saison erlauben.
- Normalerweise wirft man einen Tribünengast in einer plötzlichen Notsituation nicht einfach in die Mannschaft, sondern setzt auf Spieler mit mehr Spielanteilen und stellt um. => Beispiele aus jüngster Vergangenheit: Can / Weigl zurückziehen, Diallo / Zagadou als LV, Philipp / Bruun Larsen in die Spitze.
- Mit einer größeren Trainingsgruppe wird gezieltes Arbeiten wieder komplizierter. => Favres Wunsch nach einem kleineren Kader würde ignoriert
- Man verbaut dem eigenen Nachwuchs noch mehr den Weg. Mit Ausnahme der Toptalente schafft es selbst bei hohem Verletztenstand kaum noch ein Spieler in den Kader.
- Bereits jetzt gibt es in der Mannschaft einige Spieler, deren sportlicher Mehrwert überschaubar ist.

Will sagen, qualitativ lässt sich sicherlich noch einiges auf der Bank optimieren, aber ganz sicher nicht quantitativ.

Nur mal zum Vergleich, Bayern ist diese Saison mit 6,5 Spielern für die gesamte Viererkette Deutscher Meister geworden:
Boateng, Süle, Hernandez, Alaba, Davies, Pavard, zur Rückrunde ohne sportlichen Zugewinn Odriozola. Dazu Kimmich und Martinez als Option sie aus dem Mittelfeld zurückzuziehen.

Wir hatten für die Viererkette derer 12 unter Vertrag und mussten erstmal drei verleihen:
Zagadou, Hummels, Akanji, Balerdi, Schmelzer, Schulz, Piszczek, Hakimi, Morey, (Toprak, Toljan, Passlack). Plus Option Can, Witsel, Guerreiro, (Weigl, Wolf, Burnic) zurückzuziehen.

Unser Nachteil ist ganz sicher nicht die Anzahl an Spieler.


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