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Brandt im 11Freunde-Interview (BVB)

herrNick, Donnerstag, 18.06.2020, 10:48 (vor 2296 Tagen) @ Brulence

Mir geht das gerade zu sehr am Kern vorbei. Mir ist total klar, dass es für den Verein zunächst mal um sportlichen/wirtschaftlichen Erfolg geht und es gleichermaßen kein Allheilmittel ist, jemanden an der Linie stehen zu haben, der möglichst laut schreit, weil es dann nach Engagement und Temperament aussieht.

Und das größte "Dilemma" (und da wiederhole ich mich) ist nach m.E. der Umstand, dass wir irgendwie im luftleeren Raum vor uns hin wabern. Für den ganz großen Coup reichts (aus nachvollziehbaren Gründen) nicht, also schraubt man die letzten Jahre in hohem Maße am Kader und Trainerposten.

Bei Letzterem muss man sicherlich auch Zorc/Watzke in die Verantwortung nehmen, wenn die letzten drei Trainer-Typen (Tuchel, Bosz, Favre) unterschiedlicher kaum sein können. Und mit "in die Verantwortung" nehmen meine ich vielmehr den Umstand, dass man sich als BVB doch irgendwie ein sportliches Leitbild, eine Philosophie geben müsste und danach entsprechende Trainer-Typen auswählt. Das fehlt ein Stück weit.

Ich weiß, das klingt in der Theorie fürchterlich simpel und vor der Tastatur umso mehr.

Favre leistet punktetechnisch hervorragende Arbeit, das steht ja komplett außer Frage und ich maße mir auch gar nicht an, die große Gemengelage pro/contra Favre deutlich einordnen zu können.

Ich denke, dass wir in der aktuellen Gemengelage, in der die Kaderkosten der Bayern unsere Vermutlich um die Größenordnung unserer ersten Elf übersteigen wirklich außergewöhnliche Umstände nötig sind, damit es für eine Meisterschaft reicht. Dazu müssen die Bayern unter 80 Punkte kriegen und wir gleichzeitig eine Rekord-Saison spielen. Solche Dinge kann man aber nicht planen, man kann nur mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten.
Der eine Ansatz ist so lange den Trainer zu tauschen, bis wir mal wieder einen außergewöhnlichen haben der andere ist darauf zu setzen, dass die Kontinuität auf dem Trainerposten auf Dauer noch ein paar Prozent mehr rauskitzelt. Vermutlich bietet beides ähnliche Chancen und Risiken. Nur haben wir auf dem Trainerposten in den vergangen Jahren mit Bosz, Tuchel und Stöger (natürlich hätte er bleiben dürfen, wenn das total super gelaufen wäre) gleich dreimal eher ins Klo gegriffen. Das deutet für mich darauf hin, dass es schon schwierig ist einen Trainer zu finden, der so gut passt wie Favre. Daher tendiere ich zur Kontinuitätslösung.


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