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Weniger Panikmache - Neutraler Blick auf Zahlen (Corona)

Micawber, Sauerland, Donnerstag, 30.04.2020, 07:44 (vor 2183 Tagen) @ Mupfelmann

Wir haben aktuell 37.000 Infizierte in Deutschland. Bei 80.000.000 Einwohnern sind das 0,046%. Die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken ist einfach sehr gering. Die Medien verbreiten jedoch den Eindruck, dass ich mich auf jeden Fall infiziere und sehr wahrscheinlich sterbe, wenn ich ohne Maske einkaufen gehe etc. Ich merke wie immer mehr Leute Panik bekommen und sich vollkommen irrational verhalten. 0,046% - wenn mir 10.000 Menschen begegnen bzw. mich anhusten....sind 4,6 statistisch gesehen infiziert. Die Wahrscheinlichkeit ist einfach äußerst gering. Die Maßnahmen stehen aus meiner Sicht in keinem Verhältnis! Dazu kommt, dass die Erkrankung beim Großteil sehr sehr mild verläuft. Ich kann das gar nicht fassen, was in diesem Land passiert. Kann mich jemand überzeugen, dass das alles total sinnvoll ist?

Du machst glaube ich, dieselben Denkfehler, die auch einige andere machen. Das begint damit, dass Du z.B. die Zahl der registrierten Infizierten heranziehst, nicht aber die sehr wahrscheinlich deutlich höhere Zahl aller Infizerten. Wie hoch die Dunkelziffer genau ist, weiß man zwar nicht, aber sie wird beträchtlich sein.

Wesentlicher ist aber der Fehler, dass Du den Jetzt-Zustand, mit relativ wenigen Infizierten heranziehst, um auf das geringe Risiko einer Infektion hinzuweisen, dabei aber völlig außer Acht lässt, dass diese geringe Zahl ja sehr wahrscheinlich nur wegen der immensen Einschränkungen, die in Deutschland zudem noch relativ frühzeitig ergiffen und deshalb gut wirken konnten, erreicht wurde.

Was passieren kann, wenn man derartige Maßnahmen nicht oder zu spät ergreift, zeigen leider etliche Beispiele in anderen Ländern (Italien, Spanien, USA etc.) oder Regionen.

Wir können froh sein, dass uns Verhältnisse wie in New York oder Bergamo in Berlin oder Freiburg erspart geblieben sind.


Letztlich weiß man immer noch viel zu wenig über das Virus. Erst in einigen Monaten dürfte man das wahre Ausmaß der Bedrohung in vollem Umfang erkennen. Bis es soweit ist, sollte man im Zweifelsfall eher vorsichtig sein, wobei man andererseits natürlich keinesfalls die negativen Auswirkungen der Schutzmaßnahmen vergessen darf, die ebenfalls katastrophal sein können.


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