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Kein Profispiel mehr in den Niederlanden bis 01.09.2020 (Fußball und Sport allgemein)

Blarry, Essen, Mittwoch, 22.04.2020, 11:24 (vor 2081 Tagen) @ markus

Okay, abartig reich ist das in diesen Fällen nicht. Aber du sagst es ja selber: immer noch viel. Das durchschnittliche Einkommen liegt irgendwo bei 40.000€ und nahezu alle wichtigen Berufe wie Pflege, Einzelhandel, Paketboten, Friseure liegen sehr weit darunter. Wenn deren Einkommen wegfallen oder es nur noch 60% Kurzarbeitergeld gibt, dann sind Existenzen bedroht.

Es gibt wohl kaum eine andere Berufsgruppe wie Profi-Fußballer, die ein paar Monate locker ohne Einkommen überbrücken können. Ein Friseur mit 20.000 Jahreseinkommen kommt nach 40 Jahren Berufsleben etwa auf die Summen, die der oben genannte Kicker in der zweiten Reihe bei Wehe Wiesbaden innerhalb von nur 4 Jahren verdient.

Was immer noch mehrere Zehntausend über dem liegt, was der durchschnittliche Fußballer verdient. Bei rund sieben Millionen Mitgliedern im DFB wird die Medianentlohnung vielleicht gratis Schnittchen und eine Kiste Bier pro Spiel und Fahrtkostenerstattung auswärts betragen.

Man tut sich keinen Gefallen, den Durchschnittsjockel mit solchen zu vergleichen, die aufgrund einer überdurchschnittlichen Begabung einen ausgesprochen knapp kontingentierten Beruf ausüben können. Wenns in Deutschland 20 Millionen potenzielle Frisöre gibt, aber nur 800 potenzielle Bankdrücker für Wehen Wiesbaden gibt, ist es doch wirklich nicht schwer zu verstehen, wieso die bestehenden Unterschiede in der Vergütung existieren.


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