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kicker|Schmelzer Aussagen,Alcacer-Abgang bei einen Angebot,keine Transfers (BVB)

Ulrich, Donnerstag, 02.01.2020, 13:44 (vor 2439 Tagen) @ Didi

Insgesamt ist die Fluktuation im Kader schon enorm. Dahoud ist dann jetzt schon unter den dienstältesten Spielern - sollten im Sommer Piszczek, Schmelzer und Götze wegbrechen, wird es mit Marco Reus, Roman Bürki und Guerreiro nur noch 3 Spieler geben, die 5 Jahre da sind.

Das ist dan irgendwo schon auch sehr schlecht und dass da bei all diesem Kommen und Gehen ohne "gemeinsames Ziel" keine zusammenwachsende Mannschaft gibt, ist doch auch etwas klar. Man mag ja mittlerweile aus dem Kopf fast 15 Spieler aufzählen, die hier seit 2015/2016 ihre Zelte aufgeschlagen und wieder abgebrochen haben: Mor, Toprak, Philipp, Toljan, Yarmolenko, Isak, Merino, Rode, Bartra, Schürrle, Dembélé, Batshuayi.

Und neben diesen Kurzaufenthaltern gingen ja dann noch Sahin, Kagawa, Kuba, Subotic, Bender, Aubameyang, Durm oder Passlack, die ja doch ein paar Jahre dabei waren.

Natürlich sind da einzelne Abgänge auch aufgezwungen, aber irgendwo wirkt das schon sehr konfus und ohne grosse Linie. Demnächst auch als Gastbeitrag, wenn ich etwas Zeit finde.

Das ist sicherlich zutreffend, auch wenn jedes Team eine gewisse Fluktuation aufweist.

Teilweise spiegelt dieses Personalkarussell meiner Meinung nach die Orientierungslosigkeit nach der Ära Klopp wider. Man wollte wieder nach oben / oben bleiben. Aber man hatte keine klaren Vorstellungen, wie denn die Spielidee aussehen sollte. Entsprechend konfus war gelegentlich auch auch die Personalauswahl.

Zudem hatte man beim einen oder anderen Einkauf schlicht auch Pech, ein Rode war dauerverletzt, ein hoch begabter Götze leidet unter einer Stoffwechselerkrankung.

Unterschätzen würde ich aber auch nicht die Auswirkungen des Mordanschlags auf des Team. Das könnte bei einem Teil der Spieler ein tief sitzendes Trauma ausgelöst haben. Bei den Wechseln von Bartra und Ginter hat das mit Sicherheit eine Rolle gespielt.

Neben den Wechseln auf dem Platz hatten wir auch auf der Trainerbank keine Kontinuität. Mit Tuchel funktionierte es auf der menschlichen Ebene nicht, mit Bosz auf der sportlichen Ebene. Und Peter Stöger war nur ein Feuerwehrmann auf Zeit. Mit Favre wollte man zunächst einen Neuanfang starten. Aber schon bald schien es so zu sein, dass wir nach Jahren wieder nach dem Meistertitel greifen könnten. Die Bayern schwächelten, wir legten eine Siegesserie hin. In der Rückrunde kippte das ganze dann ins Gegenteil um. Und in dieser Saison haben wir Punkte völlig unnötig abgegeben, vielfach wegen individueller Fehler.

Und über allem schwebt der Geist von Jürgen Klopp.


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