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Schwierig (BVB)

Arrigo Sacchi, Donnerstag, 02.01.2020, 09:15 (vor 2439 Tagen) @ Ulrich

Nicht berücksichtig werden, ist aber nunmal auch Berufsrisiko bei Profisportlern. Muss man einkalkulieren.


Aber nicht so nachhaltig wie bei Schmelle. Mir fällt ehrlich gesagt kein weiterer Fall aus der jüngeren Vergangenheit beim BVB ein, wo man einen Spieler mit so schlechten Einsatzchancen derart lang im Kader behalten hat (Torwartposition mal ausgenommen). Selbst Balerdi hat ja schon gemurrt. Und wenn man überlegt, wie lange Schmelle schon da ist, ist das für mich um so unverständlicher. Jemanden, der schon so lange die Knochen für den BVB hin gehalten hat, muss man gehen lassen, wenn er anderswo eine bessere Perspektive hat. Neven war ja auch so ein Fall. Den hat man am Ende auch für kleines Geld gehen lassen.
In der Regel ist es ja sogar der Verein, der in solchen Fällen auf einen vorzeitigen Abgang drängt.


Was Außenverteidiger angeht, ist der BVB in den letzten Jahren ein "gebranntes" Kind. Verletzungsbedingte Ausfälle, Neuverpflichtungen, die die Erwartungen nicht erfüllen, Unsicherheiten, was den Verbleib von Guerreiro anging, etc. Da kann ich mir durchaus vorstellen, dass der BVB auf Nummer sicher gehen wollte.


Selbst bei Spielerausfällen wurde er nicht berücksichtigt. Alles in allem eine unbefriedigende Situation.


Natürlich ist das für ihn unbefriedigend, keine Frage. Aber man muss sich auch in die Lage der Verantwortlichen beim BVB hinein versetzen. Bei Guerreiro zogen sich die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung hin, zumindest von außen sah es so aus, als wolle der Spieler weg, habe aber keinen neuen Club gefunden, der seinen Ansprüchen genügte. Und auch von Seiten des BVB dürfte man der Auffassung gewesen sein dass wenn es nicht zu einer Vertragsverlängerung kommen würde ein Wechsel sinnvoll wäre. Hakimi kam aus einer schweren Verletzung, potentiell wäre man also auf der linken Seite trotz Schulz eventuell deutlich unterbesetzt gewesen.

Gerade im Fall Schmelzer, wo man sich so lange kennt und wohl auch schätzt hätte man ihm das aber auch so sagen können.
So wie sich seine Aussagen lesen, war das nämlich nicht der Fall.


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