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Mentalitätsfrage (BVB)

Alones, Samstag, 21.12.2019, 13:15 (vor 2450 Tagen) @ Arel

Ja, wenn man bei einem Chancenverhältnis von 3:7, 0:8 Eckbällen, 5 verletzten Leistungsträgern wie Reus, Hummels, Witsel, Delaney und Hazard und offensichtlich 2 platten Spielern wie Hakimi und Sancho verliert, dann war es die Mentalität.

Ist schon wirklich beeindruckend bis erschreckend, was so ein Spiel hier für "Analysen" zu Tage befördert.

Jetzt komm doch bitte nicht mit Fakten! Ich sehe es komplett wie du. Anders als beispielsweise vor den Ausgleichstreffern gegen Freiburg und Frankfurt haben sich die Gegentore gestern nicht mal ansatzweise angedeutet. Wenn der Gegner zwei von drei Chancen nutzt und man selbst aussichstsreiche Gelegenheiten nicht gut ausspielt (Gründe dafür hast du genannt), kommt halt so ein Ergebnis zustande (am Ende hatten wir aber sogar trotzdem einen xG-Wert von über 2). Einfach nur schade, dass der grundlegend positive Trend seit dem Hertha-Spiel wegen einer unglücklichen Niederlage wieder komplett in Frage gestellt wird.

Das Problem ist einfach, dass die Hinrunde unter dem Strich einfach nicht gut war. Das kann man mal so festhalten. Dennoch war der Trend zuletzt absolut positiv. Aber das wäre ja eine differenzierte Analyse und das geht natürlich gar nicht. Leute, die beispielsweise ausgerechnet jetzt fordern, Favre rauszuschmeißen, kann ich absolut nicht ernst nehmen. Ebenso wenig diejenigen, die in den letzten beiden Spielen meinen, ein Mentalitätsproblem erkannt zu haben.

Wir haben jetzt ein System gefunden, das funktioniert. Die Mannschaft spielt wieder attraktiven und guten Fußball. Dass es wohl wieder nix mit der Meisterschaft wird, haben wir u.a. in den Spielen gegen Paderborn und Union verkackt. Dennoch ist die Saison noch lange nicht durch. Wir sind immer noch im Pokal sowie in der CL vertreten. Und ja, auch in der Liga ist noch was drin. Dafür muss man aber auch anerkennen können, dass nicht nur alles riesengroße Scheiße ist. Wenn wir in der Winterpause jetzt auch noch die Feinjustierung hinbekommen, die Verletzten wiederkommen und dazu vllt. noch ein Stürmer verpflichtet wird, wüsste ich nicht, warum man so pessimistisch sein sollte. Im Gegenteil: zumindest in der Liga kann die Mannschaft jetzt völlig befreit aufspielen. Die Rolle des Jägers liegt uns vllt. eher. Eine Saison ist ein Marathon und kein Sprint. Schauen wir doch erstmal, wie sich die Dosen jetzt so anstellen. Wie schnell so ein Vorsprung aufgebraucht sein kann, haben wir in der letzten Saison gesehen.


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