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Makrodebatte (BVB)

Didi, Schweiz, Samstag, 21.12.2019, 09:12 (vor 2450 Tagen) @ Conny Kramer

In einem Satz, je länger Favre bei uns ist, desto schlechter läuft es. Das ist leider keine Polemik, sondern eine ziemlich manifeste Entwicklung. Gleichzeitig ist die zur Verfügung stehende Kaderqualität (auch unter Berücksichtigung von Verletzungen und sonstigen Absenzen) in dem Zeitraum eher nicht schlechter geworden.

Klar, das kann man nicht ausklammern und das hat ja dann u.a. auch dazu geführt, dass Favre vor 5-6 Wochen faktisch tot war. Nun hat die Entwicklung aber aus meiner Sicht wieder gedreht, auch wenn sich dieser Trend natürlich nun wegen der zwei dummen Spiele ziemlich abgeschwächt hat.

Zudem fällt auf, dass doch einige der positiveren Spiele bzw. Spielabschnitte genau dann gelangen, als – im Mute der Verzweiflung – die ursprüngliche Spielkonzeption über den Haufen geworden wurde. Etwa 2. HZ Inter, 2. HZ Paderborn oder eben zuletzt nach der Systemumstellung (für die Favre ja augenscheinlich einen externen Impuls benötigte, wenn sie ihn nicht gar vollständig aufoktroyiert wurde).

Das stimmt ja nicht.

Die Versuche der – von Favre ja eher proagierten – zurückhaltenden Spielkontrolle hingegen, gingen auffällig oft in die Hose (in Frankfurt nach Führung, gegen Bremen nach Führung, in Freiburg nach Führung, in Mailand, gegen Leipzig nach Führung und zuletzt gegen Hoffenheim nach Führung).

Wie öfter man in Führung geht, desto öfter geht es schief. Und Leizpig Favre anzulasten, ist schon sehr verwegen und gestern waren wir in der zweiten HZ einfach durch.

Aber eine sachliche und nüchterne Leistungsüberprüfung muss er sich auf diesem Level des Leistungssports gefallen lassen. Und die fällt eben leider ziemlich schlecht aus.

Ist mir halt irgendwo zu pauschal und klammert aus, dass das nun die erste Pleite in 6 Spielen war bei 4 überwiegend Siegen und vielen Toren.

Mir geht diese Selbstzerfleischung einfach viel zu weit und das Spiel von gestern gilt es von Frankfurt und Freiburg analystisch zu trennen. Deshalb fände ich mehr Nuancen in der Gesamtbetrachtung, die derzeit sicher nicht super ausfällt, schon angebracht.


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