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Neu auf schwatzgelb.de: Die Stimmung kippt (BVB)

micha87, bei Berlin, Sonntag, 24.11.2019, 02:02 (vor 2491 Tagen) @ Schulten Manni

Der hat im Gegensatz zu Aki und Susi bei 6 Vereinen in 20 Jahren gute Arbeit abgeliefert, die anderen beiden durften sich in Klopps Windschatten aufblasen und sind nichts als biederes Mittelmass. Bleibt zu hoffen, dass medial ein bisschen Druck reinkommt und wir hier auch mal wieder Personal nach dem Leistungsprinzip aufstellen und dass so auch von der Mannschaft wieder mehr gefordert werden kann.

Akis Familienunternehmen hat den Generationenwechsel nach jetzigem Stand verpasst.


Was dem Club fehlt, ist in dieser Hinsicht eine Instanz wie der Bayer-Konzern bei der „Verabschiedung“ von Calmund. Was hatte der Mann für Verdienste für das Projekt Bayer Leverkusen.... !! Man hat ihn dann aber an einem bestimmten Punkt - aus ganz anderen Gründen - den Blumenstrauß in die Hand gedrückt und das relativ elegant und für alle Seiten Gesichtswahrend gelöst. (Den Club gibt’s übrigens immer noch). Beim BVB sehe ich eine solche Instanz weit und breit nicht. Was hat man sich hier öfter über den zahmen Aufsichtsrat der Bayern mokiert....

Und wenn ich sehe, wie viele Posts auch hier in die Richtung „Aki tu was“ gehen, muss man einräumen, dass die Stimmung mit Blick auf Watzke, Zorc (und Kehl) eben nicht gekippt ist. Auch die Medienpartner scheinen eher den Trainer ins Visier zu nehmen und dann den 5. Trainer in 2,5 Jahren (bei einer Übergangslösung evtl den 6. in 3 Jahren zu begrüßen), ohne anderen Verantwortlichkeiten genauer in den Blick zu nehmen.

Da will niemand an seinen eigenen Stuhl sägen auf dem er sitzt und die RN als Medienpartner sind da wohl auch nicht die erwartbare Adresse, welche für so eine Grundsatzkritik zu haben ist. Der Kicker hat jüngst auch mehr über Farke spekuliert als ernsthaft auch die Führungsebene einmal in den Fokus der Kritik zu nehmen. Zorc & Watzke sind Institutionen in Dortmund, sie zu ersetzen ist aktuell kein Thema, wobei Kehl als Nachfolger wohl mittelfristig aufgebaut werden soll. In seiner Zeit bis hierhin ist er aber noch nicht nennenswert in Erscheinung getreten, abgesehen von einem sympathischen Auftritt im ASS. In Phasen wie der aktuellen erwarte ich dann aber klare Statements nach außen und nicht eine Interview-Verweigerung nur um unbequemen Fragen ausweichen zu müssen.

Das Problem einer Nachfolgelösung und einer Idee wie es weitergehen soll ist aktuell nicht erkennbar. Es ist ein schmaler Grad, bei allen schönen wirtschaftlichen Zahlen die es so gibt ist es nicht gesichert das wir dauerhaft von den riesigen CL-Einnahmen profitieren können, weil auch die Qualifikation dazu keine Selbstverständlichkeit ist. Da fällt mir ManU oder Arsenal ein die von der Konkurrenz eiskalt eingeholt wurden. In unserem Fall heißt die Konkurrenz u.a. Leipzig und ob es dauerhaft 4 Startplätze sein werden in der CL ist ungewiss. Wir sind von diesen Wettbewerb massiv abhängig, so sehr auch die BL unser tägliches Brot ist brauchen wir diesen Wettbewerb um Geld + Spieler anzulocken. Die Zeiten als der BVB weniger "sexy" war sind vielen noch bekannt und damals sind wir durch finanzielles Missmanagement auf die Nase gefallen. Aktuell stimmen die Finanzen, aber das ist keine Garantie für sportlichen Erfolg und ohne diesen sportlichen Erfolg werden auch die Zahlen bald nicht mehr "stimmen". Es gab in der Vergangenheit genügend Vereine / Unternehmen die geglaubt haben man sei "too big to fail", beim BVB sollten sich die Entscheidungsträger in den Gremien darauf besinnen schnellstmöglich eine Strategie zu entwickeln wie der BVB in den 20er-Jahren des 21. Jahrhundert aussehen soll, die Verpflichtung von Nationalspielern und ein großer Ausrüsterdeal reichen allein nicht aus.


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