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Der Anschlag der den Klub zerriss (BVB)

Freyr, Freitag, 25.05.2018, 21:48 (vor 2990 Tagen) @ Sneider
bearbeitet von Freyr, Freitag, 25.05.2018, 22:02

Könnte eine passende Überschrift sein.

Der Rahmen ist, wie schon oft vorgebracht, dass der Zauber mit Klopp vergangen ist. Das wird mit bildhaften Beschreibungen vom "fahlen Gesicht" von Watzke dargestellt. Dabei verwendet der Autor diese Beschreibungen wohl in jedem zweiten seiner Artikel, siehe 2014 "leere Gesicht von Jürgen Klopp". Interessanterweise ist dort nichts mehr vom Klopp-Zauber zu lesen, da war Klopp noch entzaubert.

Desweiteren wird Watzke porträtiert, wobei es nicht das richtige Wort ist. Der Artikel beschreibt Watzkes Ängste und und Sorgen um den Klub. Als er vor Hoffenheim zu den Spielern sprach (was er selten macht und sogar recht gut kann), da sah er absolut leere Gesichter, und war davon sogar richtig erschrocken.
Denn abseits von Klopp, das Tuchel-Ende, dem Fehlgriff mit Bosz, gab es diesen einen Abend. Den Anschlag.

Das interessante ist die Spalte mit der Wiedergabe einer Watzke Rede. Und da wird einem nochmal bewusst was dem Klub im April 2017 wiederfahren ist.
Wenn der BVB in seinen Jahren jemals hätte eine Pause machen dürfen, vom Fußball, so hätte man wohl diese Saison nehmen müssen. Es ist schon schier unglaublich, dass man mit dieser Mannschaft gespielt hat.

Watzke:
"Wenn etwas Schlimmes passiert, haben wir in Deutschland immer diese Betroffenheitslyrik. Die dauert sechs Wochen, und danach geht es genauso weiter, und es gibt wieder voll auf die Fresse. Aber ich habe doch die ganze Woche zwischen den Spielen gesehen, was das Attentat mit einigen gemacht hat. Es gab auf einmal eine unfassbare Nervosität. Wenn eine Autotür zuknallte, dann zuckten die Leute plötzlich zusammen oder hatten Tränen in den Augen. Schauen Sie doch mal Marc Bartra an: Der ist von uns weg, weil er es nicht mehr ausgehalten hat..."

"Das ist eine absolute Grenzerfahrung, wenn so eine Bombe auf dich zufliegt. Der Anschlag, der Prozess, die Folgen – das war ein totales Desaster. Einige Spieler sind ja noch immer traumatisiert und in psychologischer Behandlung."

Und wenn man dann sieht wie sich manche im Stadion benehmen oder auch hier im Netz über Spieler schreiben, kann einem nur schlecht werden.

Das wenige positive ist der Austausch mit dem neuen Trainer, der längst an den Planungen beteiligt ist und sammer sowie Kehl, da wirkt Watzke "begeistert von den Gesprächen, vom frischen Wind, dem offenen Austausch, den unterschiedlichen Meinungen."

[ich beziehe das aus dem Print-FAZ-Artikel. Ich schätze, dass der Online-Teil identisch ist oder entsprechend gekürzt wurde]


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