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Wie immer fokussiert (BVB)

Sascha, Dortmund, Mittwoch, 28.03.2018, 11:12 (vor 2838 Tagen) @ Phil
bearbeitet von Sascha, Mittwoch, 28.03.2018, 11:15

Bei den meisten Menschen, so schätze ich das ein, besteht der Verlust in ein paar hundert Euro pro Jahr für Verträge, die man entweder gar nicht braucht, die nicht optimal für einen sind, oder schlicht und ergreifend bei anderen Anbietern deutlich günstiger gewesen wären.


Aber das kann dann irgendwie nicht der Skandal sein, oder?

MFG
Phil

Doch, für mich schon. Weil das komplette Geschäftsmodell darauf ausgerichtet war, Kunden in kurzer Zeit alles mögliche aufzuschwatzen und dann sofort weiter zu ziehen.

Das waren auch keine Versicherungskaufleute, sondern angeworbene Leute, die man einem mehrtägigen Intensivkurs unterzogen hat und die dann nebenberuflich die Leute angraben sollten. Die haben sich da als unabhängige Finanzberater vorgestellt und als Gegenleistung für eine "Analyse" eine Liste mit zehn Kontakten verlangt. Sie waren weder wirklich unabhägig, weil sie die Produkte mit den höchsten Provisionen bevorzugt verkauft haben, noch Berater, weil sie nachdem sie den Eindruck hatten, erst einmal keine neuen Verträge mehr verkaufen zu können, von der Bildfläche verschwunden waren und nicht mehr aufgetaucht sind. In der Zwischenzeit hatten sie dann die Kontaktliste abgegrast und mit dem "ich habe ihren Namen von XY", was ja Vertrauen schafft, ein oder zwei Neukunden gewonnen, bei denen sie das gleiche gemacht haben. Dass man dann hinterher dafür nicht gerade Beifall bekommen hat, weil man denen so einen Vogel auf den Hals gehetzt hat, ist ja auch klar.

Natürlich versucht jede Versicherungsberatungsagentur bis zu einem gewissen Maße, eigene Produkte bei einem Kunden zu platzieren. Aber da ist das erstens klar, dass sie eben nicht "unabhängig" sind, zweitens halbwegs seriöse Vertreter auch offen zugeben, wenn ihr Produkt auch mal nicht das beste für einen ist und drittens in der Regel eine langjährige Zusammenarbeit angestrebt wird und nicht nur schnell alles aufgeschwatzt werden soll, um sich dann endgültig vom Acker zu machen.

Wie ich oben schrieb, es ist nichts illegales und man muss sich auch selber an die eigene Nase fassen, wenn man darauf herein fällt. Aber für mich ist das von der Geschäftsidee von Grund auf als nicht seriös konzipiert worden.


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