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An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion (BVB)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 09:14 (vor 3162 Tagen) @ Kimbo
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 09:18

Moin Moin zusammen.

Ich habe gestern schon an anderer Stelle ähnliches erwähnt, möchte aber noch einmal kurz meine Gedanken zusammenschreiben, weil ich glaube, dass sich der ein oder andere SG'ler (zu Unrecht) angegriffen fühlt. Die Qualität und die Integrität von SG und seinen Redakteuren ist, denke ich, nicht anzuzweifeln.

Vorweg: Ich glaube, nach meiner subjektiven Einschätzung, dass Aki gute Gründe haben wird, mit Tuchel zu brechen. Die Entscheidung kann im Sinne des Vereins nur "für Watzke und co." und "gegen Tuchel" heißen, alles andere wäre eine absolut ungesunde Entwicklung.
Ich habe (ähnlich wie beispielsweise das Thomas hier seinerzeit im Forum sogar öffentlich angeprangert hatte, meine ich mich zu erinnern) schon vor dem ersten Arbeitstag von TT erhebliche Probleme mit dem Charakter und der Person Thomas Tuchel gehabt. Ich kenne den Mann persönlich nicht, aber alles was man aus Mainz gehört hat und wie er auch danach vorgegangen ist, lässt stark an seiner Persönlichkeit zweifeln. Ich habe zudem nie daran gezweifelt, dass er, bei dem nächstbesten Angebot, das Weite suchen wird. Wusste man alles vorher, aber gut, geschenkt. Da muss man dann vielleicht einfach noch ein wenig in Sachen "Personalrecruiting" dazulernen.
Er hat hier allerdings, aus meiner Sicht, bisher hervorragende Arbeit geleistet.

Warum all das, jetzt zu diesem Zeitpunkt und in dieser Form, zu einer öffentlichen Debatte werden muss, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich gehe hier mit der Einschätzung von "fredisgetränkekiste" d'accord und glaube, dass es ein massives Führungs- und Strukturproblem im Verein gibt, weil man nun (trotz der großen Differenzen untereinander) gemerkt hat, wie erfolgreich Tuchel am Ende doch sein könnte und weil er nach dem Anschlag ordentlich Bonuspunkte bei den Fans (vielleicht zu unrecht) gesammelt hat. Nun versucht man der Schlange ganz langsam den Kopf abzuschlagen, ja, vielleicht sogar noch in das Alltagsgeschäft einzugreifen mit einer so deplatzierten Meldung.
Schlussendlich weiß ich nicht, was für eine Kirmes sich in den Köpfen unserer Führung abspielt, ich stelle aber die Notwendigkeit der Trennung nicht in Frage.

Was sich aber ganz deutlich an den Reaktionen hier im Forum und ganz generell im Umfeld des Vereins zeigt ist, wie massiv die Verstimmung der Fanbasis gegenüber Watzke und co. mittlerweile ist. Ich habe als einfacher Fan (natürlich und Gott sei Dank zurecht) nie das Privileg gehabt, Einfluss zu nehmen auf Entscheidungen der Führung. Ich habe aber bis vor 2-3 Jahren immer das Gefühl gehabt, als Fan ordentlich informiert und "behandelt" worden zu sein. Dieses Gefühl ist mir komplett abhanden gekommen. Seit eh und je trotte ich am Wochenende ins Stadion, warte am Spielende unter'm Block 12 auf viele alte Leute, um ein paar Gespräche mit denen zu führen, die nicht unmittelbar in meiner Nähe stehen während des Spiels. Auch hier, oder sonst so, spürt man mittlerweile ein extremes Misstrauen und eine hohe Skepsis gegenüber der Führung und insbesondere Watzke.

Enscheidend geprägt ist diese, meiner Ansicht nach, durch (so macht es den Anschein) bewusste Desinformation bei heiklen Entscheidungsfindungen. Beispiel Rückkehr Götze, Abschied Hummels, die Quärelen um Gündogan. Sollte man diese Strategie auch intern verfolgen, wie möglicherweise bei den Abgängen von Gündo, Hummels und Micky, kann ich eine Verstimmung Tuchels absolut verstehen. Auch hier hieß es ja "ne ne, einer bleibt mindestens hier".
Hinzu kommt auffällig unauffälliges Agieren, wenn Fans in eine Ecke gestellt werden, wie beim Leipzig-Spiel, gepaart mit zweifelhaften Methoden wie der klammheimlichen Schließung des TU-Büdchen (auch wenn dies wohl weniger den Unmut des "normalen" Osttribünen-Fans auf sich zieht).

Die aktuelle Situation scheint nun nicht mehr anders zu retten, Tuchel wird seinen Hut nehmen.
Zukünftig sollte sich die Vereinsführung aber ganz intensiv darüber Gedanken machen, welche Form von Informationspolitik man betreibt und wie man sich dabei den Fans gegenüber positioniert. Die meisten haben, wie von einigen hier "vorgeschlagen", jedenfalls keine Lust ständig zwischen den Zeilen zu lesen, als würde man mit einem Despoten über ein Vorhaben XY verhandeln. Es gibt nichts gefährlicheres für eine Führung, ganz generell, als eine sich missverstanden fühlende und bewusst für dumm verkaufte Basis.


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