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Danke an die Politik der letzten Jahrzehnte (Fußball und Sport allgemein)

CF, Mittwoch, 26.08.2026, 12:14 (vor 3 Stunden, 24 Minuten) @ markus


Davon ab kann man über alles diskutieren. Es gibt Unternehmer*innen, die absolute Arschlöcher sind, und es gibt Unternehmer*innen, die im Kern gute Menschen sind. Und ansonsten bin ich der Meinung, dass die Welt keine Multimilliardär*innen benötigt.


Wenn es ein Existenzminimum gibt, darf es auch gerne ein Existenzmaximum geben.

Aber nein, dann hätten wir ja keinen Wettbewerb und kein Wachstum mehr....


Es gibt jedenfalls eine sehr komische Interpretation von Fortschritt, die mindestens mal für unsere Lebensgrundlagen katastrophal ist. Und mir scheint die Existenz von Multimilliardär*innen mit dieser Interpretation von Fortschritt stark korreliert zu sein.


Ich behaupte, dass niemand weiterhin unternehmerische Risiken eingehen wird, wenn nicht (noch) mehr Vermögen generiert wird.

Das gesamte Konzepte basiert darauf, dass gegenüber Risiken immer Renditeerwartungen entstehen und Deutschland stets mit dem Ausland konkurriert.

Wenn nun die Industrie Arbeitsplätze abbaut, weil Deutschland schlechtere Bedingungen bietet, wie sinnig ist es dann, den Eigentümern noch einmal extra vors Schienbein zu treten?


Welches Risiko genau haben Multimilliardäre in Deutschland? Es geht hier nicht um den Aufbau eines Unternehmens. Da gibt es auf dem Weg viele Unwägbarkeiten und Risiken. Es geht um Loyalität, Anstand und Verantwortung und insbesondere um diejenigen, die sich der Gemeinschaft entziehen. Wenn ich ins Ausland ziehe, weil ich dort von meiner Milliarde nur 10 Millionen statt 50 Millionen abgeben muss an den Staat, dann kann ich dieser enormen Charakterschwäche natürlich nicht mit Gesetzen beikommen. Aber ich kann es thematisieren, öffentlich machen und das kann für einen Staat kein Grund sein, diese Leute deshalb zu pampern.


Es hängen halt Arbeitsplätze davon ab. Vereinfacht gesagt: Mir ist es egal, wie reich der Firmenboss ist, solange ich einen guten Arbeitsplatz habe. Allerdings wäre es mir nicht egal, meinen Arbeitsplatz deshalb zu verlieren, weil die Politik ihn verärgert und die Arbeitsplätze dann verlagert werden. Dann hat doch gar keiner gewonnen außer der Firmenboss, der dann halt woanders die höhere Rendite holt.

Ein kleines bisschen Weitblick sollte man dann schon haben, wenn man derartige Dinge raushaut.

Auch heute schon oder vor 20 Jahren gab es sehr viele "günstigere" oder scheinbar lohnenswertere Standorte als Deutschland. Da frage ich mich doch, weshalb nicht viel mehr Unternehmen weggezogen sind bzw. so manche von denen, die es taten, dann festgestellt haben, dass es in Deutschland doch nicht so schlecht war und zurückkamen? Die hatten wohl nicht allzu viel Weitblick.


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