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Danke an die Politik der letzten Jahrzehnt (Fußball und Sport allgemein)

markus, Dienstag, 25.08.2026, 20:18 (vor 11 Stunden, 15 Minuten) @ SauerländischerBonner

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> Ich habe das Gefühl, es ist eine Mischung aus allem: reine Bequemlichkeit, Lethargie, zum Teil aber auch Angst und ganz viel Unwissen.


Es ist immer hilfreich, sich schlauzumachen, welche Rechte Arbeitnehmer und Arbeitnehmervertreter haben, und diese Mittel dann auch zu nutzen. Da ist einiges möglich. Stattdessen hauen die Leute anonym irgendwas im Netz raus, was nichts bringt, außer schlechte Stimmung anzuheizen.

Dieser fehlende Elan, das Beste aus der Situation zu machen, ist wirklich schlimm.[/i][/i]


Genau das ist mir in meinem Berufsleben, das ich hinter mir habe, leibhaftig passiert. Ich habe einen Sozialplan und Interessenausgleich unterschrieben, (ein Tiefpunkt der Mitgliedschaft jedes Betriebsratsmitglieds) der nie (nach meiner Erinnerung) zur Anwendung kam. Weil wir uns danach noch immer gekümmert haben und Schwesterorganisationen die Kollegen, die der Sozialplan zur Arbeitslosigkeit vorsah gut fanden. Und die anderen Kollegen fachlich auch noch anderwärts überzeugt haben.

Ich habe den Spaß schon fünfmal mitgemacht. War aber – zum Glück – noch nie eine komplette Betriebsschließung, sondern nur Betriebsteile, die verlagert oder geschlossen wurden, sowie Strukturänderungen. Da ist dann gerne versucht worden, Verhandlungen zu vermeiden, unter dem Vorwand: „Wir kündigen doch keinen.“ Für uns war aber auch wichtig, dass freiwillige Austritte einen Anspruch auf eine Sozialplanabfindung haben und auch andere wirtschaftliche Nachteile (längerer Fahrtweg) ausgeglichen oder ausgeschlossen werden (Gehaltseinbußen).

Zur Erinnerung, man kann in Deutschland Betriebsräte gründen. Man kann auf massive Widerstände stoßen, man kann aber gesetzlich nicht daran gehindert werden. Man kann aber mit großer Schnauze irgendeinen Mist behaupten, der mit der Realität nichts zu tun hat. Vor allem aber braucht es auch Menschen, die die Möglichkeiten wahrnehmen, die dieses Land bietet.

Wird ja gerne auch bei Neulingen versucht. Erstmal ein bisschen Angstkulisse aufbauen und gucken, ob das Erfolg hat. Umso wichtiger ist es, sich in die Themen einzuarbeiten. Wenn du ihnen vom Wissen her überlegen bist, hört das auch schnell auf, wenn du ihnen in den passenden Momenten klar machst, dass die Behinderung der BR-Arbeit strafbar ist und man dafür im schlimmsten Fall ins Gefängnis kommen kann. Dann gucken die aber ganz blöd.


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