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Nur eine Grundsatzfrage (BVB)

markus, Mittwoch, 28.05.2025, 19:02 (vor 258 Tagen) @ Giog

Ob der Verein das nicht vielleicht auch selbst initieren könnte, kann man aber auch fragen. Ich sehe einfach nahezu nichts, was wirklich dagegen sprechen würde.


Ich sähe schon ein paar Hürden, aber definitiv keine, die im Jahr 2025 (oder dann 2026) für einen Verein wie den BVB unüberwindbar wären.

Und um das auch nochmal zu sagen: Als jemand der beruflich dafür sorgt, dass Webseiten nutzerfreundlicher und barrierefrei sind, fänd ich eine Möglichkeit die Partizipation zu erhöhen sehr willkommen und würde einen solchen Antrag, so es ihn denn gäbe, unterstützen. Obwohl ich durchaus der Meinung bin, dass im Sinne von Rechte-und-Pflichten (als untrennbare Kombination!) von Mitgliedern nicht zu viel verlangt ist, dass man zur Wahrung seiner Rechte auch seine Pflicht der Anwesenheit erfüllen müsste.


Was aber platztechnisch gar nicht ginge. Das demokratische Herz in mir sagt, dass eigentlich das Ziel sein sollte, dass mindestens die Hälfte der Mitglieder an einer Abstimmung teilnimmt. Das geht weder in den Westfalenhallen noch im Stadion. Das geht nur über digitale Lösungen.

Ich kenne andere Konstrukte, da sind Beschlüsse unwirksam, wenn nicht mindestens die Hälfte der Mitglieder an der Abstimmung teilnimmt. Weil man sinngemäß sagt, dass die Mehrheit dann eben nicht will, dass überhaupt eine Entscheidung herbeigeführt werden soll und eine Minderheit keine Beschlüsse entgegen der Mehrheit fassen soll.

Das ist aus meiner Sicht auch die demokratisch richtige Logik.


Ob das die "demokratisch richtige Logik" ist, sei mal dahingestellt (faktisch würde es dazu führen, dass die große Mehrheit von eingetragenen Vereinen ab einer gewissen Größe nicht mehr "regierbar" wären - logisch klingt das für mich erstmal nicht).

Vehement widersprechen möchte ich deiner Deutung, die Nichtteilnahme sei in aller Regel ein Ausdruck, dass man keine Entscheidung über einen Antrag möchte. Das deckt sich doch überhaupt nicht mit der Realität, in der die Nichtteilnahme von weit über 90% der Mitgliedern ein schlichtes "mir ist egal, was ihr da beschließt oder nicht beschließt" ist.

Es ist letztendlich auch egal, wie man das deutet. Aber nehmen wir mal, es ihnen einfach nur egal.

Dann bleibt es ja trotzdem dabei, dass nur eine winzig kleine Minderheit von deutlich unter 1% überhaupt an der Abstimmung teilnimmt. Es sind also nicht bloß 90%, es sind über 99%, denen die Mitbestimmung Latte ist.

Ich finde das problematisch. Im Sinne von 50+1 müsste man versuchen, die Quote deutlich zu erhöhen.

Zwar mag es dann schwieriger sein, Mehrheiten für bestimmte Themen zu gewinnen. Man müsste mehr Leute überzeugen. Aber mal angenommen, das würde gelingen. Dann stünden auch wesentlich mehr Mitglieder hinter der Ablehnung von Rheinmetall. Dann würde vielleicht auch Rheinmetall denken, dass ein Sponsoring keinen Sinn mehr hat. So aber werden sie sich denken: Was jucken uns denn die paar hundert Leute. Der großen Masse ist es doch egal.


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