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RN: Hummels vor Abschied (BVB)

markus, Dienstag, 04.06.2024, 08:42 (vor 623 Tagen) @ Phil

Legenden kann man ja immer definieren, wie es gerade passt. Am Ende ist das ja kein klar abgegrenzter Status, der irgendwie "qua Gesetz" vergeben wird. Adi Preißler ist wohl eine Legende beim BVB, obwohl auch er den Verein (wegen des Geldes) verließ.

Wieso wird Dede verehrt, obwohl auch er einmal alles dafür tat, um wechseln zu dürfen....

Diese weichen Faktoren sind dann doch immer schwierig.


Mats Hummels hat bisher 508 Pflichtspiele und wenn ich mit nicht vergucke 15 Jahre für den BVB Fußball gespielt. Er wurde mit uns zweimal deutscher Meister, gewann zwei DFB Pokale und erreichte mit dem BVB zwei CL Finals. Außerdem wurde er als BVB Spieler Weltmeister.

So viele Spieler in unserer Vereinsgeschichte wird man nicht finden, die eine derartige Bilanz haben. Und Hummels war durchaus immer zentraler Bestandteil dieser Erfolge.

Dass sein Abgang (den z.B. ja auch ich hier bei SG mit einem Artikel scharf kritisierte; und dieser Text wanderte dann ja auch in größere Tageszeitungen) eine Schramme hinterließ, wenn es um diesen "Legenden Status" geht, ist natürlich klar, aber eine Schramme ist eben auch erst einmal nur genau das.

Andere Spieler, z.B. Stefan Reuter, der erfolgreichste BVB Spieler in der Vereinsgeschichte soweit ich das einschätzen darf, sind hingegen eher vollkommen vergessen trotz all ihrer Erfolge beim BVB. Ein Spieler der über 10 Jahre für uns spielte, der fast 500 Pflichtspiele für uns absolvierte, dreimal deutscher Meister wurde, CL Sieger, in zwei UEFA Cup Finals stand und als BVB Spieler Europameister wurde. Zudem Kapitän war.

Vergessen inzwischen... Während eben z.B. ein Dede :-)

Also immer alles irgendwie weich in seinen Faktoren und ehre ein Gefühl, wann jemand wirklich "legendär" ist.

MFG
Phil

Eine feste Definition gibt es natürlich nicht. Für mich ist es allerdings ein Ausschlusskriterium, wenn jemand den Verein verlässt. Und witzigerweise war es das auch in deinem damaligen Text.

Ich kann da eigentlich nur an „Sie selbst“ appellieren. Im Juni 2015 haben Sie auf Ihrem Twitter-Account einmal Dirk Nowitzki mit „Jetzt schon eine Legende“ zu dessen Geburtstag gratuliert. Warum ist Nowitzki eine Legende? In Deutschland, aber vor allem auch in den USA? Weil er, anders als viele Profisportler, sich dafür entschieden hat, (voraussichtlich) für immer bei den Dallas Mavericks zu spielen.

https://www.schwatzgelb.de/artikel/2016/eua-senf/2016-04-22-eua-senf-lieber-mats-hummels

Und in eurem Artikel aus 2019 heißt es:

Damals war klar, dass Mats Hummels sich gegen den Legendenstatus in Dortmund entschied und für eine sportlich „einfachere“ Lösung, welche zudem örtlich dort angesiedelt ist, wo er aufwuchs und wo seine Familie und viele Freunde lebten.

https://www.schwatzgelb.de/artikel/2019/unsa-senf/der-fall-hummels

Können die letzten fünf Jahre sowas dann überlagern? Die größten seiner Erfolge fanden vor dem Wechsel statt und die Erfolge selbst begründen für mich ohnehin keinen Legendenstatus. Dann wäre Fabian Klos keine Legende in Bielefeld. Es sind Vereinstreue und Loyalität, die für mich den Legendenstatus ausmachen. Dazu gehört dann auch, dass man zwei Tage vor einem Champions League Finale keine dämlichen Interviews gibt.


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