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Fanprotest (BVB)

koom, Montag, 19.02.2024, 09:24 (vor 731 Tagen) @ Alter Mann
bearbeitet von koom, Montag, 19.02.2024, 09:29

Ich finde, dass die Fans, oder jedenfalls ein Teil der Fans sich selber zu ernst nehmen, und sich über ihren Verein stellen. Nicht nur in Dortmund, aber in fast allen Stadien der Bundesliga.

Ich stimmte dir da durchaus zu, aber in dem konkreten Fall mit den Protesten aktuell nicht.

Die Bundesliga KANN nicht mithalten ohne auf irgendeine Weise Mehr Geld durch Investoren zu bekommen. Das ist ein Fakt!

Nur weil du es sagst, macht es das nicht wahr. Wo braucht es denn mehr Geld? Was wird konkret besser? Momentan steckt FUCKING ABSURD VIEL GELD im Fußball, aber leistungstechnisch wird es fast durch die Bank schlechter. Eine Korrelation mehr Geld = besseren Fußball gibt es offenkundig nicht in Deutschland, sonst müssten wir einige mehr Schweinsteigers, Lahms, Kloses uvm haben, aber DE FACTO hat der deutsche Fußball keinen Defensiven Mittelfeldspieler, keinen Aussenverteidiger und keinen Mittelstürmer. Und das als größter Verband.

Mehr Geld hilft also eigentlich nur, dass die Spieler noch mehr Geld kriegen, ihre Berater noch viel mehr Geld kriegen - und der Rest ist Durchlauferhitzer für eben jenes Geld. Was du für besseren Fußball brauchst, sind keine Geldgeier, sondern Leute mit Idee, Leidenschaft.

Kleiner Seiteneinwurf: Wenns nur um Geld geht, schau in die Politik. POLITIK um des Landes willens macht da keiner mehr. Im Grunde haben wir da sehr viele Lobbyistenvertretungen, die für kurzzeitige persönliche Erfolge dort agieren, aber nichts FÜRS LAND handeln.

Aber ich kann nicht begreifen, wie man auf der einen Seite fordert, dass die Bundesliga im internationalen Fussball konkurrenzfähig bleibt, und auf der anderen Seite vehement dagegen Woche für Woche mit Spielunterbrechungen protestiert.

DFL möchte einen Investor für roundabout 1 Milliarde Euro (war auch schon mal mehr), um damit relativ unklare Dinge bislang zu machen. Letztlich geht davon auch wieder ein guter Anteil einfach an die Vereine, unterm sTrich kommt da aber nicht so viel an, als das man der Premiere League Paroli bieten könnte. Dieses Geld wird rapide verdampfen. Und dann hat man einen Investor, der sich Rechte, Macht und andere Dinge gesichert hat. Dazu erweckt die DFL nicht gerade das Vertrauen, dass da smarte Wirtschaftler arbeiten, sondern nach wie vor irgendwelche Vereinsmeier. Die jetzt mit dem Big Business spielen.

Die Bundesliga hat auch deswegen Relevanz, weil sie eine der, wenn nicht die fanstärkste Fußballliga ist. Die Fans sind Teil des "Produkts", das die DFL anteilig verkaufen will. Nachdem Spieltage eh zerhackt sind, man auch zumindest ansatzweise über Spieltage, Finals etc. in anderen Ländern nachdenkt und generell sehr an weiterer Kommerzialisierung arbeitet, kann man annehmen, dass ein Investor (der ein Return seines Investments möchte) weiter pusht. Und (Achtung, kleine Attacke): Wenn man bspw. seinen Aktionären Rechnung tragen muss, siegt Geld über Moral.

Zurück zu den Fans: Die nehmen es sich raus, als Teil der Show jetzt auch quasi in den Streik zu treten. Fernbleiben wäre dämlich, bezahlt haben sie ja. Also muss man anders streiken. Und Spielplanung und Abläufe ohne echte Gewalt zu stoppen ist da ein probates Mittel. Da es ja viele "Unbeteiligte" stört, kommt der Protest offenkundig an.

Ergo, weiter so.


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