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Fanprotest (BVB)

Hatebreed, Sonntag, 18.02.2024, 20:38 (vor 731 Tagen) @ Andy09

Das mit den Sponsoren, wo es um 8 Prozent für 20 Jahre geht. Wo die Sponsoren in den AGBs kein Mitsprache Recht haben. In Sachen Spieltag verlagern usw. Was soll da denn bitte schief gehen wenn es schriftlich und Notarisch festgelegt wird.

Ich glaube nicht, dass sich ein CVC irgendwelche Regeln vorschreiben lässt. Es ist so viel falsch an diesem Deal. Der saudische Staatsfonds PIF steckt da mit drin und will sicherlich Sportwashing machen. Mal als Beispiel: Mit 2,7 Milliarden ist CVC in Spanien in der LaLiga eingestiegen, seit 2019 findet der Supercup in Saudi-Arabien statt. Zufall?
Oder schau nach Frankreich:
Auch der franözische Fußball blieb nicht verschont und kämpft aktuell mit den Folgen des Deals mit CVC. Das Investment von CVC in die französische Ligue de Football Professionnel (LFP) ist ein Paradebeispiel für die wachsende Kommerzialisierung im Profifußball, die langfristig zu strukturellen Ungleichgewichten und finanziellen Abhängigkeiten führen kann. Während die unmittelbare Finanzspritze von 1,5 Milliarden Euro eine kurzfristige Lösung, für die durch die Pandemie und das Scheitern des Mediapro-Vertrags entstandenen finanziellen Schwierigkeiten darstellte, birgt sie zugleich erhebliche Risiken.
Die Vereinbarung, wonach CVC dauerhaft 13% der Erlöse aus der Vermarktung der Liga erhält, legt eine finanzielle Last auf die Klubs, die besonders in Zeiten stagnierender oder rückläufiger Einnahmen drückend werden kann. Die aktuellen Schwierigkeiten bei der Neuvergabe der Medienrechte ab der Saison 2024/25 verdeutlichen, wie prekär diese Abhängigkeit ist. Die LFP steht unter Druck, ihre Einnahmen zu steigern, um sowohl die Bedürfnisse der Klubs als auch die Verpflichtungen gegenüber CVC zu erfüllen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die ungleiche Verteilung der von CVC bereitgestellten Mittel, die größere, finanzstärkere Klubs wie PSG begünstigt, während kleinere Klubs und Aufsteiger nur einen Bruchteil erhalten. Diese Praxis verschärft die ohnehin bestehende Kluft zwischen den Top-Klubs und dem Rest der Liga und gefährdet den sportlichen Wettbewerb.
Die Kritik von Christophe Bouchet, dem ehemaligen Präsidenten von Olympique Marseille, beleuchtet zudem die langfristigen Auswirkungen des Deals. Die Klubs haben sich dauerhaft an die Zahlung von 13% ihrer Erlöse gebunden, was ihre finanzielle Flexibilität einschränkt und sie in eine Situation bringt, in der sie „ein Leben lang“ zahlen müssen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Investment von CVC zwar eine sofortige finanzielle Erleichterung für die französische LFP gebracht hat, aber gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der langfristigen finanziellen Nachhaltigkeit, der Fairness im Wettbewerb und der Autonomie der Klubs aufwirft.

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Block 24


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