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Optimale Punktausbeute, Warum von der Elf kaum mehr erwartet werden kann (Spieltage)

Bembele, Münster, Montag, 06.11.2023, 20:47 (vor 800 Tagen) @ Bembele

„Warum sind Bayern, RB, Leverkusen und selbst Stuttgart spielerisch dem BVB nahezu uneinholbar voraus dieses Jahr? Doch weniger, weil sie mehr Mentalität oder einen besseren Trainer haben, sondern weil sie viele schnelle, technisch versierte 1:1 Spieler haben (das sind Spieler, die aus dem Stand und auch mit dem Rücken zum gegnerischen Tor 1-2 Gegenspieler umdribbeln können, weil sie herausragende Technik gepaart mit Antrittsschnelligkeit besitzen), die durch ihre Dribblings immer wieder neue unvorhersehbare und überraschende Räume und Situationen für sich und Mitspieler schaffen und so Torchancen generieren - was in den Spielen beim BVB bisher Mangelware ist in dieser Saison. Es ist also eine Frage der Qualität.“

Das habe ich schon zu Beginn der Saison hier im Forum geschrieben.

Und die Qualität betrifft sowohl die Schnelligkeit/Spritzigkeit als auch die Ballfertigkeit (und damit auch die Gedankenschnelligkeit).

Nahezu jeder Bayern- und Leverkusener Spieler (und auch die meisten der Bullen) ist schneller als ein Borusse auf der gleichen Position. Das allein würde natürlich nicht reichen im Fußballsport. Mit 11 Adeyemis würde man vermutlich kein BL-Spiel gewinnen (Nmecha, auch Wolf, ist zwar auf lange Strecke schnell, aber im Antritt und beim Hakenschlagen/Drehungen des Gegners viel zu unbeweglich. Charakteristisch die Elfmeterszene in Frankfurt: Ehe Wolff mit seiner großen Übersetzung mitten in der Ausholbewegung zum Schuß/ Befreiungsschlag ansetzte, hatte Knauss schon den Ball getroffen).

Wenn man die Geschwindigkeitsangaben der Spieler in der DFL-Statistiken auswertet, findet man kaum ein langsameres Team als das des BVB (und Wolfsburg), darunter mit Füllkrug den langsamsten Mittelstürmer (die schnellen Stürmer kommen bei Terzic kaum zum Zug, selbst gegen Bayern wurde JBG nicht eingewechselt, obwohl er vorher gegen Hoffenheim doch ordentlich betrieb gemacht hatte; Adeyemie ist schnell, aber nicht ballfertig genug für hohe Ansprüche, dribbelt sich meist fest) .

Doch sind die Spieler der genannten Mannschaften darüber hinaus auch technisch wesentlich versierter, können den Ball in ihrer großen Geschwindigkeit deutlich besser verarbeiten und auch passen. Diese große Fehlpassquote (selbst bei einfachen Pässen) beim BVB war aber nicht nur zuletzt beim Spiel am Samstag oder zuvor in Frankfurt zu beobachten, sondern zieht sich durch die ganze Saison.

Es ist da überhaupt keine Entwicklung, außer im meist glücklichen Ergebnis selbst, zu beobachten (auch nicht im Offensivspiel/Chancenkreierung; Füllkrug bleibt ein Fremdkörper). Klar wird der Unterschied, wenn man sich folgendes überlegt: Kein einziger BVB-Spieler würde einen Platz in den Mannschaften von Bayern oder Leverkusen bekommen. Und die Leverkusener haben vergleichsweise wenig Geld ausgegeben.

Deshalb: angesichts dieses limitierten Kaders hat man in der Bundesliga nahezu die optimale Punkte-Ausbeute erreicht. Nur ein BL-Spiel hat man verdient, und auch das nur mit Mühe, gewonnen und zwar gegen harmlose Werderaner. Und gut war auch die erste Halbzeit in Newcastle (die zweite dann mit viel Kampf und Glück überstanden).

In allen anderen BL-Spielen mehr oder weniger glücklich gepunktet, indem man vor allem von der mangelnden Verwertung der Großchancen des Gegners profitierte (und dann natürlich auch von Kobels Rettungstaten). Das fing schon gegen Köln und Bochum an (und später gegen Heidenheim) , die uns schon ebenso ausgekontert haben wie zuletzt Frankfurt und Bayern, allerdings keine so guten Abschlußspieler wie Bayern oder Leverkusen haben.


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