schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Warum von der gestrigen Elf kaum mehr erwartet werden kann (Spieltage)

Bembele, Münster, Samstag, 30.09.2023, 11:38 (vor 838 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Warum sind Bayern, RB, Leverkusen und selbst Stuttgart spielerisch dem BVB nahezu uneinholbar voraus dieses Jahr? Doch weniger, weil sie mehr Mentalität oder einen besseren Trainer haben, sondern weil sie viele schnelle, technisch versierte 1:1 Spieler haben (das sind Spieler, die aus dem Stand und auch mit dem Rücken zum gegnerischen Tor 1-2 Gegenspieler umdribbeln können, weil sie herausragende Technik gepaart mit Antrittsschnelligkeit besitzen), die durch ihre Dribblings immer wieder neue unvorhersehbare und überraschende Räume und Situationen für sich und Mitspieler schaffen und so Torchancen generieren - was in den Spielen beim BVB bisher Mangelware ist in dieser Saison. Es ist also eine Frage der Qualität.

Das habe ich schon zu Beginn der Saison hier im Forum geschrieben. Und kein geringerer als Marco Reus hat dies kürzlich im Interview nach dem Spiel gegen Wolfsburg bestätigt. Er verriet nämlich, mit welcher Maßnahme Terzic die spielerische Armut der vergangenen Spiele beheben wollte: Ziel sei es gewesen, so Reus, durch Spielverlagerung immer wieder Bynoe-Gittens und seine „1:1 – Qualitäten“ ins Spiel zu bringen.

D.h. sie wissen beim BVB, dass es daran mangelt und dass der Schlüssel zur Torchancenkreierung ist. Und JBG hat es in Ansätzen gezeigt, wozu er in der Lage ist, allerdings: er ist jung und braucht nun Spielpraxis. Umso erstaunlicher, dass er gegen Hoffenheim wieder komplett draußen war. Und schon fehlte nahezu jede Kreativität. Und diese fehlt dem BVB zunehmend, seitdem Sancho, Haaland und nun auch Bellingham, Guerreiro (bester BL-Scorer der Rückrunde) ihn verlassen haben. Deswegen wird der Ball weitgehend quer gespielt, ohne jeglichen Überraschungseffekt (außer durch Brandt), so dass sich die gegnerische Abwehr bequem organisieren kann.

Und ein JBG allein ist nicht ausreichend. Wenn man da nach Leverkusen blickt, die haben nicht nur dank herausragender Einkaufspolitik zahlreiche hererausragende 1:1 Spieler mit Frimpong, Grimaldo, Wirtz, Boniface, Palcios, Hofmann; RB mit Openda, Simons, Dani Olmo drei herausragende Offensivspieler, die Bayern mit Musiala, Sane, Coman, Gnabri, Tel, Kane ebenfalls zahlreiche Unterschiedspieler. Selbst die Bochumer haben uns mit ihren technisch deutlich besseren (und giftigeren) Spielern wie Asano, Stöger, Wittek, Bernardo - solange sie Kraft hatten - vor erhebliche Probleme gestellt.

Der BVB hat mit Bynoe-Gittens und vor allem Duranville sehr junge, sehr hoffnungsvolle, aber scheinbar auch sehr verletzungsanfällige Talente, die zu herausragenden 1:1 - Spielern werden können und die unbedingt viel Einsatzzeiten bekommen sollten (wie Moukoko auch). Doch hier hat die sportliche Führung es versäumt, zumindest noch einen solchen Spieler zu verpflichten, wie es zB. Frankfurt spät mit Chaibi (für wenig Geld) gemacht hat. Stattdessen wurde ein Nmecha für eine horrende Summe verpflichtet, der er nur gerecht werden kann, wenn er sich athletisch deutlich verbessert; auch gestern war er kaum zu sehen, hatte nur eine einzige nennenswerte Szene (Dribbling mit Zug zum Tor, 12. Minute), die aber auch mit einem ungenauen Pass endete.

Es kann mit den genannten jungen Spielen nur besser werden und die bisher erzielte Punktausbeute ist somit gesehen ein nicht zu gering schätzendes Fundament, auf dem sich aufbauen läßt - allerdings nicht in der personellen Aaufstellung von gestern. Die hat ungefähr das geleistet, was sie zu leisten vermag vermag.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1523629 Einträge in 16372 Threads, 14353 registrierte Benutzer Forumszeit: 15.01.2026, 12:21
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln