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Neu auf schwatzgelb.de: Schwarzgelbe Seilschaften mit Absturzgefahr (BVB)

koom, Dienstag, 15.11.2022, 11:11 (vor 1380 Tagen) @ Sascha

Sorry, aber das halte ich für völligen Quatsch. Mag zwar manchmal so rüberkommen, aber die Spieler sind auch nicht alle die letzten Bratbirnen, die auf die Anweisung "Spring" nur fragen: "Wie hoch?".

Es gibt solche und solche. Mancher Spieler achtet nur auf sich und sein Ding. Andere wollen alles wissen. Mitnehmen muss man beide. Ein Fußballer ist eben keine Maschine oder "auswechselbare Einheit". Selbst die sogenannte Ausbildung kann unheimlich stark differieren und prägt den Spieler.

Auf diesem Niveau wird der Trainer bei jeder Übungsform darlegen, warum ein Spieler sich so verhalten muss und was der Sinn dahinter ist. Genau so etwas wird immer wieder von Spielern gelobt und auch nur dann wird die Aufgabe "richtig" erledigt.

Ja, und man passt die Pläne dann darauf an, was der Kader, also die einzelnen Spieler, leisten können und wollen. Da war Dembele beim BVB ein gutes Beispiel: Im Grunde ein Wildfang, dem du keine Taktik beibringen konntest. Tuchel gab dem ein paar wenige, relativ einfache defensive Pflichten und nach vorne durfte er weitgehend machen, was er wollte. Die restliche Mannschaft wurde darauf angepasst, damit das nicht defensiv komplett in die Hose geht und es eine Harmonie entwickelt. Cristiano Ronaldo dürfte auch so ein Paradebeispiel sein, den man sicherlich keine taktisch komplexen Dinge beibringt, sondern wo du alles andere so arrangierst, dass er funktionieren kann.

Und dann hast du sicherlich Spieler wie Lahm, denen du tatsächlich American-Football-Taktikorgien auferlegen konntest, weil sie das Spiel auf allen Ebenen begriffen haben.

Neben all der Übung ist Fußball kein Football, wo jeder Spielzug genau im Playbook dezidiert aufgeführt wird. Es ist immer noch viel Platz für Kreativität und individuelle Lösungswege. Aber genau dafür muss der Spieler auch das Spiel grundsätzlich verstehen und die Muster erkennen können.

Natürlich nicht. Fußball ist sehr viel im Fluss. Aber es gibt Dinge, die man vorher schon bestimmen kann, wie beim BVB dieses Megaloch im Sechserraum, dass man wundervoll ausnutzen kann. Und wie man das ausnutzt, kann der Gegner vorher trainieren.

Immer wieder: Fußball ist so einfach und so komplex. Das ist die Faszination davon.


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