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Neu auf schwatzgelb.de: Schwarzgelbe Seilschaften mit Absturzgefahr (BVB)

Sascha, Dortmund, Dienstag, 15.11.2022, 10:37 (vor 1380 Tagen) @ koom

Watzke muss in der Lage sein, die Ausführungen, Strategien und Ideen von ihnen zu verstehen und nachvollziehen zu können. Dass ihm da ein Oliver Kahn als Profifußballer was voraus hat, wird natürlich so sein. Aber ich wüsste jetzt nicht, warum er da zum Beispiel zwingend schlechter sein sollte als ein Perez von Madrid, der studierter Ingenieur ist und aus der Baubranche kommt.


Nun ja, aber...doch: Ohne jetzt Perez beurteilen zu können: Es gibt mehrere Wege, wie man Fußball sieht und versteht. Für viele ist es Kampfsport, Mann gegen Mann, Rennen, Beißen, Mentalität. Für sehr viel weniger Leute ist es aber auch Schachspiel. Strategie, Taktik, Training, Wissenschaft. Die Wahrheit liegt natürlich in der Mitte.

U.u. versteht ein "fußballfremder" Ingenieur diesen Zusammenhang besser, als jemand, der selbst aktiv Fußball gespielt hat. Als ein Beispiel: Ich führte letztens die Diskussion über genau sowas. Und jemand meinte, "dass es Messi ja egal sein könnte und sicherlich nicht viel über die gegnerische Taktik weiß". Möglich. Aber sein Trainer potentiell. Und der hat in Vorbereitung auf einen Gegner Spielformen im Training gemacht, die den Spieler auf diesen Gegner vorbereitet haben. Ein spezieller anderer Laufweg bspw., weil es bekannte Lücken in der Defensive gibt. Der Spieler selbst weiß davon am Ende recht wenig. Er wurde im Training auf etwas jetzt konditioniert und wird es im Spiel abrufen, ohne evtl. genau zu wissen, warum er das tut.

Sorry, aber das halte ich für völligen Quatsch. Mag zwar manchmal so rüberkommen, aber die Spieler sind auch nicht alle die letzten Bratbirnen, die auf die Anweisung "Spring" nur fragen: "Wie hoch?".

Auf diesem Niveau wird der Trainer bei jeder Übungsform darlegen, warum ein Spieler sich so verhalten muss und was der Sinn dahinter ist. Genau so etwas wird immer wieder von Spielern gelobt und auch nur dann wird die Aufgabe "richtig" erledigt.

Neben all der Übung ist Fußball kein Football, wo jeder Spielzug genau im Playbook dezidiert aufgeführt wird. Es ist immer noch viel Platz für Kreativität und individuelle Lösungswege. Aber genau dafür muss der Spieler auch das Spiel grundsätzlich verstehen und die Muster erkennen können.


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