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Neu auf schwatzgelb.de: Schwarzgelbe Seilschaften mit Absturzgefahr (BVB)

koom, Dienstag, 15.11.2022, 10:30 (vor 1380 Tagen) @ Sascha

Watzke muss in der Lage sein, die Ausführungen, Strategien und Ideen von ihnen zu verstehen und nachvollziehen zu können. Dass ihm da ein Oliver Kahn als Profifußballer was voraus hat, wird natürlich so sein. Aber ich wüsste jetzt nicht, warum er da zum Beispiel zwingend schlechter sein sollte als ein Perez von Madrid, der studierter Ingenieur ist und aus der Baubranche kommt.

Nun ja, aber...doch: Ohne jetzt Perez beurteilen zu können: Es gibt mehrere Wege, wie man Fußball sieht und versteht. Für viele ist es Kampfsport, Mann gegen Mann, Rennen, Beißen, Mentalität. Für sehr viel weniger Leute ist es aber auch Schachspiel. Strategie, Taktik, Training, Wissenschaft. Die Wahrheit liegt natürlich in der Mitte.

U.u. versteht ein "fußballfremder" Ingenieur diesen Zusammenhang besser, als jemand, der selbst aktiv Fußball gespielt hat. Als ein Beispiel: Ich führte letztens die Diskussion über genau sowas. Und jemand meinte, "dass es Messi ja egal sein könnte und sicherlich nicht viel über die gegnerische Taktik weiß". Möglich. Aber sein Trainer potentiell. Und der hat in Vorbereitung auf einen Gegner Spielformen im Training gemacht, die den Spieler auf diesen Gegner vorbereitet haben. Ein spezieller anderer Laufweg bspw., weil es bekannte Lücken in der Defensive gibt. Der Spieler selbst weiß davon am Ende recht wenig. Er wurde im Training auf etwas jetzt konditioniert und wird es im Spiel abrufen, ohne evtl. genau zu wissen, warum er das tut.

Noch einmal: ich sage nicht, dass seine Arbeit in den letzten fünf bis sieben Jahren in sportlicher Sicht besonders erfolgreich sein sollte - aber auch damit ist er nicht der einzige Geschäftsführer weltweit, der einige schlechte und falsche Entscheidungen getroffen hat. Heißt aber bei allen nicht, dass sie nicht grundsätzlich für ihre Aufgabe qualifiziert sind,

Die Frage ist einfach, wie groß die Einmischung ist. Im Fußball haben wir bergeweise schlechte Präsis, Vorstände, Geschäftsführer usw. erlebt, die sich sehr einmischen und dadurch alles ruinierten. Der HSV ist da ein tolles Beispiel. Man kann bei sehr vielen Traditionsvereinen genau sowas sehen. Deswegen spielen viele davon auch nicht mehr höherklassig oder sind ganz weit entfernt von ihrem ursprünglichen Status. Viele Vereine wurden in Gutsherrenart geführt. Das ist heute schon besser geworden, bzw. wird es besser verschleiert in Form von abnickenden Vorständen aus Ja-Sagern, die den Gutsherr einfach machen lassen.


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